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Chance für Wirtschaft oder Illusion?

Rostock Chance für Wirtschaft oder Illusion?

Vor der Landtagswahl: Spitzenkandidaten stellen Ideen vor – Teil 7: Erneuerbare Energien

Rostock. Etwa 1,33 Millionen Wahlberechtigte können am 4. September über einen neuen Landtag in MV abstimmen. Die OSTSEE-ZEITUNG befragt Spitzenkandidaten von Parteien nach ihren Lösungsansätzen. Teil 7 – erneuerbare Energien.

Ein Thema, das spaltet: Windräder um jeden Preis? „Nicht um jeden Preis“, sagt Jürgen Suhr (Grüne). Die erneuerbaren Energien seien aber „eine der wichtigsten Wirtschaftsbranchen im Land“ geworden.

500 Unternehmen seien entstanden. Wo Anlagen wachsen, müssten Menschen und Gemeinden einbezogen werden. Die Grünen fordern: frühe Information und Transparenz zu den Vorhaben.

Widerspruch kommt von Norbert Schumacher (Freier Horizont). „Die Energiewende in der derzeitig praktizierten Form ist nicht sozial gerecht, wirtschaftlich vernünftig und schon gar nicht ökologisch.“

Fossile Brennstoffe würden nicht eingespart. Es herrsche „ideologisch motiviertes Wunschdenken“. Er fordert: keine Ausweisung neuer Eignungsgebiete, stattdessen „schlüssige Konzepte“.

„Die Energiewende ist längst gescheitert“, sagt Leif-Erik Holm (AfD). Strompreise seien gestiegen, die Landschaft werde zerstört, Vögel durch Windräder „geschreddert“. Der CO2

-Ausstoß sei 2015 höher gewesen als 2014. Holm: „Die AfD will das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen.“

Für Lorenz Caffier (CDU) steht fest: „Die Energiewende muss für die Bürger bezahlbar bleiben.“ Und sie dürfe nicht gegen den Willen der Gemeinden vollzogen werden. Bei neuen Gebieten sei deren Zustimmung Voraussetzung. Caffier: „So wird sichergestellt, dass Windkraftanlagen vor Ort Akzeptanz finden.“

Die SPD stehe zur Energiewende, sagt Erwin Sellering. „Es ist richtig, aus der Atomenergie auszusteigen und die erneuerbaren Energien auszubauen.“ Diese seien umweltfreundlicher und „eine wirtschaftliche Chance für unser Land“. Ausbau müsse mit „Augenmaß“ und möglichst geringer Belastung der Bevölkerung erfolgen.

Einen „Energiemix“ fordert Helmut Holter (Linke). Neben Windenergie müssten auch Solarenergie und die Bioenergiedorf-Bewegung gestärkt werden. „Für uns ist die Energiewende nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein sozialer Umbau“, so Holter. Menschen müssten direkten Vorteil davon haben – das schaffe Akzeptanz.

„Wichtiges Standbein“ für die Wirtschaft sei die Energiewende, so Cécile Bonnet-Weidhofer (FDP). Kritisch sehe sie, „dass die Energiewende über die Köpfe der Menschen hinweg vorangetrieben wird“. Es brauche keinen Strom, dessen Erzeugung das Leben der Menschen beeinträchtige, der durch fehlende Netze nicht abgeleitet werden könne. Frank Pubantz

OZ-Serie: Schwerpunkte zur Landtagswahl

Tag der Wahrheit am 4. September: Mecklenburg-Vorpommern wählt einen neuen Landtag, der wichtige Entscheidungen für die kommenden fünf Jahre trifft. Welche Partei hat die besten Konzepte zur Lösung von Problemen im Land? Die OZ fragt in dieser Serie nach und veröffentlicht die Antworten.

Themen: 1. Wirtschaft, 2. Bildung, 3. Sicherheit, 4. Flüchtlinge/Zuwanderer, 5. Gesundheit, 6. Kitas, 7. Erneuerbare Energien , 8. Finanzen, 9. Kommunen, 10.

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