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Checkliste für den Weg zum eigenen Unternehmen

Checkliste für den Weg zum eigenen Unternehmen

Rostock Fred Schneider ist bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock für Existenzgründungen zuständig. Im OZ-Interview erklärt er, was auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu beachten ist.

Rostock Fred Schneider ist bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock für Existenzgründungen zuständig. Im OZ-Interview erklärt er, was auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu beachten ist.

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Rostock Fred Schneider ist bei der Industrie- und Handelskammer zu Rostock für Existenzgründungen zuständig. Im OZ-Interview erklärt er, was auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu beachten ist.

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Ich habe eine gute Idee und will mich selbstständig machen. Was sind meine ersten Schritte?

Fred Schneider: Einen genauen Fahrplan gibt es da nicht. Wichtig ist zunächst, dass man sich anschaut, wie der Markt für die Produkte oder Dienstleistungen aussieht, die ich verkaufen möchte. Wie viele Anbieter gibt es bereits auf dem Markt? Wie geht es der Branche insgesamt? Gibt es in meiner Region genug Lieferanten? Dann sollte ich eine Checkliste für mich selbst aufstellen: Wie fit bin ich auf dem Fachgebiet und im kaufmännischen Bereich? Dann: Wie sieht es mit den Kosten aus? Wie hoch sind die Investitionen, was kosten die Rohstoffe, wie hoch ist die Miete, was will ich am Ende herausbekommen?

Das sind viele Fragen, die der Laie wahrscheinlich kaum alleine beantworten kann.

Schneider: Dafür gibt es Erstberatungsstellen, die kostenfrei Unterstützung anbieten – etwa bei der IHK. Aber wir schreiben keine kompletten Konzepte, dafür sind Unternehmensberatungen zuständig. Ein Grundgerüst seiner Geschäftsidee sollte jeder mitbringen. Man kann sich etwa schon mal auf Fachmessen umschauen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Auch sollte man rechtzeitig einen Zeitplan aufstellen, bis wann man selbstständig sein will. Und natürlich sollte man vorher mit der Familie klären, was sie davon hält.

Was ist, wenn ich zwar gerne selbstständig wäre, aber keine eigene Idee habe?

Schneider: So etwas wie eine Bedarfsanalyse gibt es nicht. Es gilt der Grundsatz der Gewerbefreiheit: Keiner schreibt mir vor, welches Geschäft ich aufmachen darf und welches nicht. Andererseits gibt mir aber auch keiner eine fertige Geschäftsidee mit nach Hause. Das liegt in der Eigenverantwortung des Einzelnen. Es gibt allerdings Franchise-Unternehmen, deren Idee und System ich gegen Gebühr nutzen kann. In Deutschland gibt es davon über 1000 Systeme – vom Schnellrestaurant bis zum Fitnessstudio.

Viele scheuen die Selbstständigkeit aus Angst davor, zu scheitern und die eigene Existenz zu gefährden. Zu Recht?

Schneider: Natürlich kann eine Geschäftsidee auch mal scheitern. Aber damit ist man nicht mehr auf ewig gebrandmarkt. Sollte das Scheitern der Selbstständigkeit in einer Insolvenz enden, ist das sicherlich bitter. Aber das Insolvenzrecht bietet einem redlichen Schuldner die Möglichkeit der Entschuldung unter Sicherung der Lebensgrundlage. In Absprache mit dem eingesetzten Insolvenzverwalter kann ich mich sogar in der Insolvenz wieder selbstständig machen. Und staatliche Mikrodarlehen bis 10000 Euro für einen Neustart können schon vor Ende der Insolvenz beantragt werden.

Also besteht gar kein Risiko?

Schneider: Eine Insolvenz ist kein Spaziergang und bringt harte Einschnitte mit sich. Und ein Einzelunternehmer haftet tatsächlich mit seinem Privateigentum, das kann auch das eigene Haus sein.

Deshalb sollte eine Existenzgründung sorgfältig überlegt und vorbereitet werden. Interview: Axel Büssem

• Beratung für Existenzgründer

bei der IHK Rostock:

www.rostock.ihk24.de/starthilfe Landesförderinstitut MV:

www.lfi-mv.de Unternehmerverband Neubran-

denburg: www.gruender-mv.de

OZ vergibt 8000 Euro an junge Unternehmen

15 Firmen haben sich bereits für den OZ-Gründerpreis, dotiert mit 5000 Euro , beworben. Je 1500 Euro gibt es für die Sonderpreise. Zur Teilnahme berechtigt sind Firmen mit Sitz in MV – vor dem 1. Juni 2015 gegründet und nicht älter als fünf Jahre. Und so geht es: Einfach Fragebogen ausfüllen und ab an OZ, Wirtschaft, R.-Wagner-Str. 1a, 18055 Rostock. Der Fragebogen kann heruntergeladen oder online ausgefüllt werden (www.ostsee-zeitung.de). Auf Anfrage (0381/ 365381 bzw. existenzgruenderpreis@ostsee-zeitung.de) wird er auch zugesandt. Einsendeschluss: 17. September

OZ

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