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Chefs fordern längere Arbeitszeiten

Rostock Chefs fordern längere Arbeitszeiten

Zwölf Stunden täglich arbeiten? Der Arbeitgeberverband Nordmetall fordert, längere tägliche Arbeitszeiten zu erlauben. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband MV erneuert seine Kritik am Arbeitszeitgesetz.

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Quelle: Markus Hibbeler

Rostock. Kommt die Zwölf-Stunden-Schicht zurück? Der Arbeitgeberverband Nordmetall fordert, längere, tägliche Arbeitszeiten zu erlauben. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband MV (Dehoga) erneuert seine Kritik am Arbeitszeitgesetz.

Nach geltender Rechtslage ist spätestens nach zehn Stunden in Büro, Küche oder Werkstatt Feierabend. Zwölf Stunden lang dürfen nur Bereitschaftsdienste dauern. „Die gesetzlichen Vorgaben für die Ruhezeiten und die tägliche Höchstarbeitszeit passen nicht mehr in das Handy- und Laptop- Zeitalter. Wir brauchen jetzt ein Arbeitszeitrecht 4.0“, sagt Thomas Lambusch, Präsident von Nordmetall und Chef des Rostocker Unternehmens SEAR.

Es müsse möglich sein, dass Mitarbeiter „an einem Tag auch einmal mehr als zehn Stunden arbeiten und dafür an einem anderen Tag der Woche später kommen oder früher gehen können“, erklärt Lambusch. Auch die gesetzliche Ruhezeit von mindestens elf Stunden sei nicht mehr zeitgemäß.

Es gehe aber nicht darum, die maximal erlaubte Wochenarbeitszeit von 48 Stunden in Frage zu stellen. Nordmetall vertritt in MV 20 Unternehmen mit 5000 Beschäftigten. Insgesamt arbeiten im Nordosten rund 28 000 Menschen in der Metall- und Elektroindustrie.

Auch die Hotelbranche geht auf die Barrikaden: „Das Arbeitszeitgesetz widerspricht nicht nur Gäste-, und Unternehmerwünschen, sondern auch dem ausdrücklichen Wunsch von Arbeitnehmern“, sagt Dehoga-Landesgeschäftsführer Matthias Dettmann. Es wäre nötig, die wöchentliche Arbeitszeit auf die einzelnen Tage aufzuteilen, und zwar nach Bedarf. Dettmann: „Es muss dann gearbeitet werden, wenn die Arbeit anfällt.“

Thomas Luczak

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