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MV aktuell Chinaseuche bedroht Kaninchen und Hasen
Nachrichten MV aktuell Chinaseuche bedroht Kaninchen und Hasen
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01:26 07.09.2016

. Eine aggressive Variante der Chinaseuche dezimiert zunehmend Kaninchenbestände in Deutschland. Das Rabbit Haemorrhagic Disease Virus in der Variante 2 (RHDV-2) breitet sich seit 2015 von Frankreich kommend über das Bundesgebiet aus, teilt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems mit. „Es gibt deutlich mehr Fälle als im vorigen Jahr“, sagt Sprecherin Elke Reinking. 2015 hätten bundesweit 148 Kaninchenhalter die Krankheit gemeldet, in diesem Jahr seien es Anfang August schon 275 gewesen. Das neue an RHDV-2: Die Variante befällt auch Feldhasen.

Das tatsächliche Krankheitsgeschehen spiegeln die Zahlen nur ansatzweise wieder. Die meist tödlich verlaufende Erkrankung, auch Kaninchenseuche genannt, ist nicht meldepflichtig. Daher liegen dem Landwirtschaftsministerium MV keine amtlichen Daten zur vollständigen Verbreitung der Krankheit vor, wie Minister Till Backhaus (SPD) sagt. Einer Verbreitungskarte des FLI zufolge sind die meisten Krankheitsfälle in den westlichen Bundesländern registriert.

In Mecklenburg-Vorpommern wurde in diesem Jahr bei zehn Kaninchen das Virus nachgewiesen, darunter bei einem Wildkaninchen. Dem Deutschen Jagdverband sind noch keine größeren Krankheitsausbrüche bei Wildkaninchen und Feldhasen bekannt.

Die Krankheit, die sich durch Fieber und blutigen Nasenausfluss bemerkbar macht, kann durch Insekten übertragen werden, aber auch durch Sekrete der Tiere, die durch Menschen, Futter, Geräte oder Transportkäfige verbreitet werden. Die Tiere verenden meist wenige Stunden nach dem Auftreten erster Symptome.

Gegen die Kaninchenseuche gibt es bei Haustieren einen Schutz: Impfen. Die in Deutschland zugelassenen RHD-Impfstoffe schützen nach Angaben des Leiters des FLI-Instituts für Virusdiagnostik, Martin Beer, nur bedingt gegen die neue Variante RHDV-2.

OZ

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