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MV aktuell „DKB? Im Herzen war es immer das Ostseestadion!“
Nachrichten MV aktuell „DKB? Im Herzen war es immer das Ostseestadion!“
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00:00 30.04.2015
Die neue DKB-Arena: bald wieder mit altem Namen Ostseestadion? Quelle: Hartmut Klonowski

Rostock — Viele Hansa-Fans haben den 2. Juli 2007 in trauriger Erinnerung. An diesem Tag wurde die Umbenennung des Ostseestadions per Unterschrift vertraglich besiegelt. Fast auf den Tag genau 53 Jahre nach der Eröffnung kaufte die Deutsche Kreditbank AG die Namensrechte an der Spielstätte des damaligen Fußball-Bundesligisten: Aus dem Ostseestadion wurde die DKB-Arena. Geschätzte 15 Millionen Euro sollte der FC Hansa Rostock dafür bis 2017 von dem Bankhaus erhalten. Trotz der zusätzlichen Einnahmen lehnten viele Fans den lukrativen Deal aber kategorisch ab. Es gab Demonstrationen, Stimmungsboykotte und Proteste — die Anhänger wollen „ihr“ Ostseestadion zurück.

Schon bald könnte es so weit sein. Wenn die Hansa-Führung das Okay der Mitglieder dafür bekommt, die Ausgliederung der Profifußball-Abteilung auf den Weg zu bringen (OZ berichtete), dann soll die DKB-Arena künftig wieder Ostseestadion heißen.

Dem Vernehmen nach wird über die Umbenennung bereits zum Ostderby gegen Energie Cottbus am 16. Mai nachgedacht. Bei den Fans rennen die Hansa-Verantwortlichen damit offene Türen ein. „Endlich!!! Es war sowieso immer das Ostseestadion und wird auch nie etwas anderes sein“, freut sich Heike Schmidt auf der OZ-Facebook-Seite. „Endlich wieder Ostseestadion“, jubelt auch Solveig Davidek. David Schumacher konstatiert: „Back to the roots (zurück zu den Wurzeln — die Red.), richtig so!“ Und Frank Kautermann jubelt: „Ostseestadion — das klingt wie Musik in meinen Ohren.“

Auch in anderen Medien begrüßen Leser eine Rückkehr zum ursprünglichen Namen. „Das altehrwürdige Ostseestadion soll wieder Ostseestadion heißen!“, schrieb Arthur Mogger auf ndr.de. Zugleich ist er skeptisch: „Fragt sich nur, wie lange?! Die traditionelle finanzielle Abseitsposition des Traditionsvereins spricht dafür, über dem Eingangsbereich des Stadions ein Laufband zu installieren, um die Möglichkeit zu schaffen, dem Stadion jede Woche einen neuen Namen zu geben. Wer am Meisten bietet, ist der Pate der Woche.“

Dass sich die große Mehrheit der Hansa- Anhänger den Namen Ostseestadion zurückwünscht, belegt eine Umfrage auf der OZ-Internetseite, bei der bis gestern Abend gut 500 Nutzer abstimmten. Satte 97 Prozent antworteten auf die Frage, ob die DKB- Arena wieder Ostseestadion heißen soll, mit „Ja“. So sagt Walter Scholz: „Ostseestadion — das ist ein Begriff, der überall bekannt ist und vor allem an die Menschen erinnert, die das Stadion aufgebaut haben.“

Tausende Freiwillige griffen 1953 zu Schaufel und Spitzhacke. Bei Wind und Wetter bauten sie ihr Stadion. 236071 freiwillige Arbeitsstunden wurden gezählt. Der gesparte Geldwert betrug fast eine Million Mark. Eröffnet wurde Rostocks größte Sportstätte am 27. Juni 1954 mit dem Finale um die Jugendfußballmeisterschaft der DDR.

Doch die altehrwürdige Arena kam in die Jahre, genügte Anforderungen eines modernen Bundesliga-Stadions nicht mehr. Am 2. April 2000 wurde der Grundstein für die neue Arena gelegt, in der der FC Hansa Aufstiege feierte und Abstiege beweinte. Nach 16 Monaten Bauzeit wurde das Stadion eingeweiht. Aber, sagt Bou Lette jetzt auf der OZ-Facebookseite, „DKB stand nur dran. Im Herzen war es immer das Ostseestadion“.



Sönke Fröbe

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