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MV aktuell Darmkrebs: Vorsorge soll Sterblichkeitsrate senken
Nachrichten MV aktuell Darmkrebs: Vorsorge soll Sterblichkeitsrate senken
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00:01 12.09.2016

Darmkrebs ist in Deutschland bei Männern wie bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. 2014 haben mehr als 64 000 Menschen diese Diagnose erhalten. Jährlich sterben fast 29 000 Betroffene an den Folgen der Erkrankung. „Prävention kann helfen, die Sterblichkeitsrate zu senken“, sagt Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer MV. Die führt deshalb mit der Kassenärztlichen Vereinigung von heute 12. bis 17. September eine landesweite Präventionswoche zum Thema Darmkrebsfrüherkennung durch. An ihr beteiligen sich mehr als zehn Kliniken und ambulante Einrichtungen. Geplant sind Vorträge, ein Telefonforum und jede Menge Informationsbroschüren.

„Mit einer Darmspiegelung sehen wir, was in der Zukunft passieren kann“, erklärt Fridjof Matuszewski, stellvertretender Vorstandvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung MV. Meist dauere es neun bis zehn Jahre bis sich dieser Krebs entwickelt. Deshalb: Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser seien die Heilungschancen. Wie Matuszewski erklärt, tritt die Krankheit vor allem in höherem Alter auf: Mehr als die Hälfte der Betroffenen erkrankt nach dem 70. Lebensjahr. Nur etwa jeder Zehnte ist jünger als 55 Jahre. Deshalb empfehlen die Experten Maßnahmen zur Früherkennung ab dem 50. Lebensjahr. Doch von den bundesweit gut 7,7 Millionen Anspruchsberechtigten im Alter zwischen 55 und 75 Jahren nutzt nur jeder Vierte die angebotenen Stuhltests und Spiegelungen. Dabei nehmen Frauen mit 34 Prozent die Prävention ernster als Männer (17 Prozent). Woran die Vorsorge-Untersuchungen so unbeliebt sind, können die Ärzte nur vermuten: Scham oder Angst vor einer unangenehmen Darmspiegelung. Doch: „Die Technik entwickelt sich weiter, die Untersuchung ist inzwischen viel weniger unangenehm als in der Vergangenheit“, beruhigt Andreas Crusius.

Bei einem Telefonforum am Mittwoch beantworten Experten – unter anderem von der Rostocker Südstadt-Klinik von 18 bis 20 Uhr Patientenfragen (☎ 0381 / 49 28 00). Am 16. und 17. September wird das größte begehbare Darmmodell Europas auf dem Hof der Ärztekammer aufgestellt. Es zeigt den Aufbau des Darms sowie die Vorstufen von Darmkrebs. Am Freitag können es sich Schüler anschauen, am Sonnabend alle Interessierten.

Vorträge zum Thema Darmkrebs

Folgende Veranstaltungen sind geplant: Am 12. September 14 Uhr in der Reha-Klinik Ahlbeck – Vortrag „Lebensqualität mit ausgewogenem Essen bei Krebserkrankungen“. Am 14. September heißt es in den Bodden-Kliniken Ribnitz-Damgarten um 14 Uhr „ Polypektomie aus internistischer und chirurgischer Sicht“. In der Gastroenterologie, Schwerin, Friedrichstraße, ist um 14 Uhr der Vortrag „Der gesunde Darm – so können Sie Darmkrebs vermeiden!“ zu hören. Um 18 Uhr wird in das Haus des Gastes in Waren/Müritz zum „Ärzte-Patienten-Seminar Dickdarmkrebs“ eingeladen. Die Uni-Medizin Greifswald beteiligt sich am 14. September um 16 Uhr mit Vorträgen und Patienteninformationen und zeigt vom 12. bis 16. September eine Video-Installation zum Thema „Koloskopie, Detektion/Abtragung“.

Kerstin Schröder

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