Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Das West-Nil-Fieber beunruhigt
Nachrichten MV aktuell Das West-Nil-Fieber beunruhigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 29.09.2018
Rostock

Der Fund einer toten Amsel in Laage bei Rostock, die am West-Nil-Fieber (WNF) verendet war, beunruhigt die Experten. „Das muss beobachtet werden“, sagt Emil Reisinger, Tropenmediziner und Vorstand der Rostocker Unimedizin. Das Virus kann auf Menschen übertragen werden. Patienten mit Symptomen einer Hirn- oder Hirnhautentzündung will die Klinik ab sofort auf WNF testen.

Emil Reisinger, Tropenmediziner an der Universität Rostock Quelle: Foto: Wüstneck/dpa

„Es besteht aber keine unmittelbare Gefahr eines Ausbruchs“, sagt Reisinger. Wegen des Herbstanfangs sind kaum noch Mücken unterwegs, die das Virus in der Regel übertragen. In Süd- und Südosteuropa kommt es regelmäßig zu Ausbrüchen, bei denen sich laut Uniklinik meist zwischen drei und 100 Menschen anstecken. Betroffene Länder sind unter anderem Italien, Rumänien und Serbien. Der bislang schlimmste bekannte Ausbruch begann 1999 in New York und erfasste ganz Nordamerika. Bilanz: 8000 Erkrankte, 236 Tote. Begonnen hatte es damit, dass viele tote Vögel im Central Park lagen.

Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit und Fieber, in seltenen Fällen Gehirnentzündungen. Die meisten Mediziner diagnostizieren irrtümlich eine Sommergrippe. Laut Professor Reisinger liegt die Wahrscheinlichkeit, bei einer Erkrankung an dem Virus zu sterben, bei 2,5 bis 5 Prozent. Spaziergänger, die tote Singvögel finden, sollten die Kadaver nur mit Handschuhen anfassen und ans Friedrich-Loeffler-Institut auf Riems schicken. In wenigen Fällen wird das Virus nicht durch Mücken, sondern durch Bluttransfusionen übertragen. Sobald klinische Fälle auftreten, will das DRK Spenderblut testen – was sehr aufwendig sei, sagt der ärztliche Leiter Thomas Müller. Spender, die in einem Risikoland waren, sind bereits ausgeschlossen.

Viele Vogelarten seien jedoch empfänglich für den Erreger, so dass es unter ihnen zu Todesfällen kommen kann.

gkw

Verein kritisiert Unterbringung in Nostorf-Horst

29.09.2018

Nach Vorwürfen der Mauschelei wird die Kreispolitik aktiv. Zudem gibt es Widersprüche bei den Bodenpreisen.

29.09.2018

Stalsund. Braumeister Christoph Puttnies, die Biersommeliers Valeska Scholz und Jens Reineke (v.

29.09.2018