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MV aktuell Der Ansturm vor dem Fest
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00:05 25.11.2016
Vier Wochen vor Weihnachten läuft das Weihnachtsgeschäft an: Sophie Peters (17) wurde gestern mit Freund Julius Radke (18) im Rostocker KTC bei der Suche nach Geschenken fündig. FOTO: FRANK SÖLLNER

. Ansturm auf die Innenstädte: Dem Einzelhandel in Mecklenburg-Vorpommern steht ein heißes Wochenende bevor. Von Wismar über Rostock und Stralsund bis Greifswald haben viele Läden – traditionell am ersten Advent – auch am kommenden Sonntag geöffnet. Doch begonnen hat das für den Handel sehr wichtige Weihnachtsgeschäft schon Anfang dieser Woche, sagt der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Nord in Rostock, Kay-Uwe Teetz.

Das Weihnachtsgeschäft hat bereits begonnen / Doch am Wochenende wird es in den Läden so richtig voll

Die Favoriten: Gut ein Viertel der über das Jahr verkauften Bücher wandern allein in den Monaten November und Dezember über die Ladentheken. Auch bei Unterhaltungselektronik, Bekleidung oder Spielwaren wird ein Großteil des Umsatzes in der Vorweihnachtszeit gemacht. Besonders beim Spielzeug kann es jedoch zu Engpässen kommen, je näher der 24. Dezember heranrückt. „Deshalb sollte man vor allem begehrte Spielzeuge rechtzeitig kaufen – sonst sind sie weg“, betont Teetz.

Das beliebteste Geschenk? „Das ist nach wie vor der Gutschein“, erklärt der Handelsexperte. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Gutscheine für Kosmetik, Uhren, Schmuck oder Bücher unter den Weihnachtsbäumen liegen. Kaum verschenkt werden laut Statistik übrigens Gutscheine für den Zoofachhandel und für medizinische Produkte.

Dass es am Wochenende „richtig voll werden wird“, erwartet auch die stellvertretende Filialleiterin der Buchhandlung Thalia im Rostocker Einkaufscenter KTC, Carina Arndt. Die Bestseller im Weihnachtsgeschäft seien etwa das neue Harry-Potter-Buch oder der Thriller „Das Paket“ von Sebastian Fitzek. Außerdem seien aktuell Adventskalender von Fußballvereinen sehr gefragt, natürlich vom FC Hansa Rostock, aber auch von Bayern München oder dem BVB. Den Höhepunkt werde das Weihnachtsgeschäft dann ab zwei Wochen vor Heiligabend erreichen.

Das Rostocker Einrichtungshaus des schwedischen Möbelkonzerns Ikea setzt in der Weihnachtszeit auf die Bereiche Essen und Trinken, etwa durch besondere Angebote von Dekorationsartikeln, Geschirr oder Esstischen. „Wir ermöglichen Weihnachten so, wie jeder es für sich und seine Familie gestalten möchte“, sagt der Rostocker Ikea-Einrichtungshauschef Christopher Burman. Das „festliche Zusammensein“

solle dabei in den Vordergrund gestellt werden.

In vollem Gang ist das Weihnachtsgeschäft auch bei Karstadt in Wismar. Neben Deko-Artikeln wie Adventsgestecken oder Weihnachtsschmuck, seien derzeit Adventskalender, Nikoläuse und Parfüm gefragt, erklärt Geschäftsführerin Heike Pepic. Auch Spielwaren wie alles rund um Star Wars, aber auch Gesellschaftsspiele seien beliebt.

Dabei greifen die Verbraucher wieder tief in die Geldbeutel: 280 Euro will jeder im Schnitt für Geschenke ausgeben, hat das Marktforschungsunternehmen GfK (Nürnberg) ermittelt. Das seien sechs Euro mehr als im Vorjahr.

Rappelvoll wird es am Wochenende auch durch die Weihnachtsmärkte zwischen Grevesmühlen und Greifswald. Zudem locken Rabattaktionen, wie der sogenannte Black Friday, in viele Läden. So werben etwa der Möbelhändler Höffner oder die Parfümeriekette Douglas mit teilweise erheblichen Preisnachlässen.

Online-Händler werden den klassischen Händlern weitere Marktanteile abnehmen

Der Online-Handel wird auch in diesem Weihnachtsgeschäft den klassischen Händlern Marktanteile abnehmen. Die Internet-Anbieter machen inzwischen ein Viertel ihrer Umsätze im November und Dezember. Von den gut 91 Milliarden Euro, die der Handel im November und Dezember 2016 voraussichtlich insgesamt umsetzen wird, dürften nach Schätzungen des Handelsverbandes Deutschland (HDE) über zwölf Milliarden Euro in den Kassen der Online-Anbieter landen.

Dennoch sind die traditionellen Händler in den Fußgängerzonen und in den Einkaufsstraßen nicht chancenlos gegenüber Konzernen wie Amazon, Zalando & Co. Denn sieben von zehn Bundesbürgern kaufen nach einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung EY ihre Weihnachtsgeschenke nach wie vor lieber bei einem Einkaufsbummel in der festlich geschmückten Innenstadt als beim Onlinehändler. Nur jeder Zehnte bevorzugt dafür das Internet.

Axel Meyer

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