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Der Winter zeigte seine hässliche Seite

Rügen/Neubrandenburg Der Winter zeigte seine hässliche Seite

Heftiger Schneefall und starke Windböen. Das Wetter hatte es am Wochenende noch einmal so richtig in sich, sorgte für Chaos auf den Straßen. Daueralarm bei Polizei, Notärzten und Sanitätern.

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Spiegelglatt war es auf der B109 in Möckowberg. Pech für einen Autofahrer, der mit seinem Gefährt im Graben landete.

Quelle: Tilo Wallrodt

Rügen. Unfallschwerpunkt: der Landkreis Vorpommern-Greifswald, wo es wetterbedingt 13 Mal krachte. Achtmal sorgten Schnee und Eisglätte für Unfälle im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, sechsmal im Kreis Vorpommern-Rügen, viermal im Landkreis Rostock.

Von einer ruhigen Schicht konnten die Diensthabenden im Polizeipräsidium Neubrandenburg nur träumen: 27 Mal mussten die Uniformierten allein am Sonnabend zu wetterbedingten Verkehrsunfällen ausrücken. Ursache: überfrorene Straßen, Schneeberge, die Fahrbahnen unpassierbar gemacht hatten und beständiger Flockenfall, der die Sicht der Autofahrer behinderte. Zersplitterte Frontscheiben, Dellen im Blech, verbogene Stoßstangen waren vielfach das Ergebnis: Auf 90 000 Euro schätzt die Polizei den Gesamtschaden. 14 Menschen brauchten medizinische Hilfe. „Alles Leichtverletzte“, bilanziert die Polizei. Anders als in Crivitz und Mestlin (Landkreis Ludwigslust-Parchim), wo sich zwei Autofahrer beim Rutsch von der Straße schwer verletzten. Glück im Unglück hatte ein Lastwagenfahrer, der am Sonnabend auf der Insel Rügen unterwegs war. Auf dem spiegelglatten Asphalt der B 96 geriet der mit 16 Tonnen Kreide beladene Brummi kurz hinter Sassnitz ins Schleudern und landete im Graben. Ein Schock für den Fahrer (50), der wegen einiger Schnitte ins Krankenhaus kam. Noch fünfmal musste die Polizei raus. Wegen Blechschäden und Beulen bei Eisglätte. Besonders gefährlich: Windböen, die aus Nordost übers Land fegten. „Diese Windstöße haben mit bis zu 60 Stundenkilometern richtig Fahrt aufgenommen“, sagt Horst Rother, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. Allein am Kap Arkona wurden Spitzen der Stärke 9 gemessen. Umgerechnet 85 Stundenkilometer. Die Böen trieben den Schnee auf die Fahrbahnen, türmten ihn bis zu einen halben Meter hoch auf. Wenig Vergnügen auch für diejenigen, die sich zu Fuß ihren Weg bahnen wollten. Was aus den Wolken noch als Flocke gen Boden schwebte, wandelte sich blitzschnell zu Wasser. „Matschwetter.

Das hält an“, konstatiert Rother. In ganz Mecklenburg-Vorpommern. „Die Schneeketten können eingemottet werden. Leider auch die Rodelschlitten.“ Bis zu fünf Grad werde das Thermometer bis Mitte der Woche anzeigen, prognostiziert der Wettermann. „Nur nachts wird es bei null Grad noch mal kalt.“ Vorsicht sei also für Nachtfahrer geboten, warnt Rother. Trotzdem: Der Frühling zucke schon mal — wenn auch bei Nieselregen. „Ich rechne mit den ersten Schneeglöckchen.“

Katrin Starke

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