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MV aktuell Die Granate auf der Rückbank
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00:00 18.04.2013
Demmin

Ein Mann ist mit einer Granate auf seinem Auto-Rücksitz 20 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern gefahren. Der 41-Jährige aus Philippshof (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) hat in einem Waldstück ein 60 Zentimeter langes Geschoss gefunden. Anschließend hat er die Munition in sein Auto gelegt und sie zur Polizei nach Demmin (ebenfalls Mecklenburgische Seenplatte) befördert. Die erschrockenen Beamten ließen die Granate im Auto liegen. Die Umgebung wurde abgesperrt.

Hinzugerufene Munitionsexperten konnten allerdings Entwarnung geben: Die Granate sei nur zur Übungszwecken von der Flugabwehr der Nationalen Volksarmee der DDR verwendet worden.

Der Finder hätte die Granate im Auto transportiert, weil er im Wald kein Handy dabei gehabt habe, erklärte der Mann.

„Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges, zurückgelassene Munitionsteile der ehemaligen NVA sowie der GUS-Streitkräfte stellen auch heute noch eine sehr ernstzunehmende Gefahr dar“, warnt Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Immer wieder lösen Funde den Einsatz des Munitionsbergungsdienstes (MBD) aus.

So sind Anfang April in Metelsdorf (Nordwestmecklenburg) bei Abrissarbeiten einer Brücke drei Panzerminen gefunden worden. Sie mussten von Experten gesprengt werden. Im Januar hat ein Spaziergänger bei Güstrow ein Stück einer Granate entdeckt, das aus dem Boden ragte. Da noch Sprengstoff enthalten war, ist die Munition vom Bergungsdienst abtransportiert worden. Der Fund eines nahezu kompletten Panzers mit Munition erregte 2011 in Rostock großes Aufsehen.

Die Polizei warnt ausdrücklich davor, solche Fundstücke selber zu bergen und zu transportieren. Bei der Entdeckung von Kampfmitteln wird in der Regel von der Polizei der Bergungsdienst alarmiert.

„Rund um die Uhr stehen unsere Einsatzteams zur Verfügung“, sagt Marion Schlender, Sprecherin des Innenministeriums. Elena Vogt

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