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MV aktuell Diebesbande: Fahrer verurteilt
Nachrichten MV aktuell Diebesbande: Fahrer verurteilt
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00:00 28.03.2017
Justizbeamte saßen gestern im Landgericht Neubrandenburg. Sie verfolgten den Prozess gegen eine Einbrecherbande. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Neubrandenburg

. Wegen schweren bandenmäßigen Diebstahls von Landtechnik und Pflanzenschutzmitteln aus Agrarbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern ist ein 27 Jahre alter Mann aus Polen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach nur eintägiger Verhandlung blieben die Richter am Landgericht Neubrandenburg gestern mit dem Urteil am unteren Limit. In einem sogenannten Rechtsgespräch hatten sie dem Mann zuvor für ein umfassendes Geständnis eine Strafe von dreineinhalb bis vier Jahren in Aussicht gestellt. Die Staatsanwaltschaft forderte drei Jahre und zehn Monate Haft, die Verteidigung plädierte auf drei Jahre und zwei Monate.

Das Gericht würdigte die Aussagebereitschaft des 27-Jährigen, der für den Transport des Diebesgutes nach Polen angeheuert worden war und je Fahrt bis zu 500 Euro erhielt. Neun der zunächst 18 angeklagten Taten sah das Gericht nach dem Geständnis als erwiesen an. Die Gruppe war im Vorjahr bei Landwirten in Vorpommern, an der Seenplatte und in der Uckermark eingestiegen und hatte die Autobahn A20 offenbar als schnellen Fluchtweg nach Osten genutzt.

Laut Gericht ließen die Diebe neben großen Mengen an Pflanzenschutzmitteln auch Kleintraktoren, Kettensägen, Stromaggregate, Werkzeug und Bargeld mitgehen. Der Schaden wurde auf mehr als 500 000 Euro geschätzt. Das nun vor Gericht gestellte Duo und zwei mutmaßliche Komplizen waren im Oktober in Grischow (Seenplatte) festgenommen worden, als sie vermutlich Betriebe und eine Feuerwehr auskundschafteten. Gegen die 41 und 27 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter wurden Haftbefehle erlassen. Sie sollen bei fast allen Taten dabei gewesen sein. Vor der Verurteilung des 27-Jährigen war auch das Verfahren gegen den 41-jährigen mutmaßlichen Drahtzieher abgetrennt worden. Es soll am 18. April fortgesetzt werden.

Winfried Wagner

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