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MV aktuell Dorschquote: Viele Leser stimmen zu
Nachrichten MV aktuell Dorschquote: Viele Leser stimmen zu
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00:05 10.11.2016

Rostock. Das Fanglimit der EU für den beliebten Angelfisch Dorsch bringt die Betreiber von Angeltouren auf der Ostsee in schwere See. Schon jetzt gibt es viele Stornierungen fürs kommende Jahr, Neubuchungen werden zusehends weniger, beklagen sie. Ab 2017 dürfen Angler pro Tag nur noch fünf Dorsche mit nach Hause nehmen, in der Laichsaison nur noch drei.

Vielen Lesern geht dies nicht weit genug. Christian Winter sagt: „Es sind auch Tiere, die ein Recht auf Leben haben und nicht für uns zum Essen da sind. Wenn wir sie jetzt nicht schonen, gibt es sie bald nicht mehr.“ Andreas Böckler schließt sich an: „Wenn der Fischbestand niedrig ist, dann muss man eben auch mal Rücksicht nehmen, bevor man gar keinen Dorsch mehr fangen kann.“ Ratzie Ratzlaff meint: „Einen Fisch, den es nicht gibt, kann man auch nicht fangen. Fangbeschränkungen sind zu kurzfristig gedacht.“ Das sieht Christian Blum ähnlich: „Wieder dieses ganze Geschimpfe über die EU. So wird es wenigstens länderübergreifend reguliert.“ Einem Hobbyangler sollten doch fünf Dorsche am Tag ausreichen.

Werner Kindler schreibt: „Alle, die in der Heringszeit jedes Wochenende mit ihren Transportern drei große Fässer Fisch wegschleppen, müssen mir schon erklären, was sie damit machen.“ Eines sei jedoch klar: Sie machen die Berufsfischer kaputt. Mike Simon entgegnet: „Also, ich wüsste nicht, dass ich mal mit ’nem Sack voll Fisch heimgefahren bin.“ Da seien viele andere, denen es bestimmt auch so geht. Den vielen, die von diesem Erwerb leben müssen, werde es nicht egal sein, wenn die Zahlen zurückgehen – Danke, EU. Sören Möller

sagt: „Die Hobbyangler entnehmen den Gewässern Fische in nicht unbeträchtlicher Anzahl. Sie haben demzufolge einen Einfluss auf Fischbestände.“ Darauf antwortet Benjamin Proß: „Sie wissen schon, dass die Hobbyangler durch ihre Verbände jedes Jahr tonnenweise Fischbesatz in unsere Flüsse und Seen ausbringen?“ Die Verordnung und die damit verbundenen Kontrollen seien überhaupt nicht durchsetzbar.

bs

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