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MV aktuell Drei Stufen zur Wohnung: MV stellt sich auf Ältere ein
Nachrichten MV aktuell Drei Stufen zur Wohnung: MV stellt sich auf Ältere ein
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00:00 29.03.2014

Der Nordosten muss mehr seniorengerechte Wohnungen schaffen. Umbauten in bestehenden Wohnungen sollte das Land stärker fördern. Auch beim Wohnumfeld muss mehr an die Alten gedacht werden. Das sind Kernforderungen der Enquetekommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“, die ein gestern vorgelegter Zwischenbericht enthält. Gefordert wird eine flächendeckende und unabhängige Wohnberatung für Ältere. Die Enquetekommission ist vor zwei Jahren eingesetzt worden und wird bis 2016 arbeiten. Sie hat 21 Mitglieder aus Landtag und Ge meinden.

Damit viele bestehende Wohnungen seniorengerecht umgebaut werden, sollte auf die Forderung nach vollkommener Barrierefreiheit verzichtet werden, heißt es in dem Zwischenbericht. Besser sei, sie barrierearm zu machen. Vorgeschlagen werden: Weniger als drei Stufen bis zur Wohnung oder alternativ eine Rampe oder Lift, ausreichende Türbreiten, eine bodengleiche Dusche.

Experten sollen Ältere beraten, wie sie ihre Wohnung altengerecht umbauen können und welche Fördermöglichkeiten es gibt. „Auch das Aufklären über alternative Wohnformen und zustehende Sozialleistungen im Zusammenhang mit Wohnkosten soll zum Aufgabenfeld gehören“, heißt es.

Alternative Wohnformen, wie Alten- oder Pflege-WGs oder das Mehrgenerationen-Wohnen, sollten unterstützt werden. Kommunen sollten zentral gelegene Grundstücke für Senioren-Wohnprojekte zur Verfügung stellen, denn Ältere seien auf nahe gelegene Einrichtungen angewiesen.

Der größten Oppositionsfraktion, der Linken, geht es in ihrem Sondervotum um die Bezahlbarkeit von Wohnraum. Die Linke befürchtet, dass Altersarmut zunehmen wird und damit die Schwierigkeit für Senioren, eine ordentliche Wohnung zu finanzieren. Die Grünen wollen formuliert haben, wie alternative Wohnformen für Senioren gestärkt werden können.

Nach einer Untersuchung des Kuratoriums Altershilfe in Köln fehlen in MV 35 000 barrierefreie Wohnungen. Nach der Vorstellung der Studie 2013 legte das Land als ersten Schritt ein Förderprogramm für den Einbau von Fahrstühlen in Wohnhäusern auf. In den Jahren 2014 und 2015 stehen zehn Millionen Euro zur Verfügung.



OZ

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