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Dritter tödlicher Badeunfall in MV

Sildemow/Hamburg Dritter tödlicher Badeunfall in MV

50-Jähriger starb in der Warnow / Rettungsschwimmer: Insgesamt deutlich weniger Einsätze als 2015

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Thorsten Erdmann, Sprecher der DLRG

Sildemow/Hamburg. Traurige Gewissheit: Ein Bootsausflug auf der Warnow nahm für einen 50-jährigen Berufsfeuerwehrmann aus Rostock ein tödliches Ende. Der seit Dienstag vermisste Mann ist gestern unweit der Unglücksstelle bei Sildemow (Landkreis Rostock) tot aus der Warnow geborgen worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Mann im Wasser gesundheitliche Probleme bekommen, teilte der Sprecher des Landkreises Rostock mit. An der Suchaktion waren die Feuerwehren Rostock und Stralsund, Polizeitaucher sowie die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beteiligt.

Er ist damit der dritte Mensch, der in diesem Sommer in Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern starb. Am Dienstag war ein 73-jähriger Mann bei einem Badeunfall am Strand von Warnemünde ums Leben gekommen. Ende Juli starb ein Mann beim Baden im Fleesensee (Mecklenburgische Seenplatte, die OZ berichtete).

Trotz der drei tragischen Fälle ist die Zahl der tödlich Verunglückten in diesem Sommer deutlich geringer als im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Landesverbandes der DLRG starben 2015 in Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 27 Menschen.

„Die Lage bei uns ist aktuell entspannt“, sagt Thorsten Erdmann, Sprecher beim DLRG. Die Zahl der Einsätze sei gering. „Durch die aktuelle Wetterlage herrscht nicht viel Trubel an den Stränden“, erklärt er. Weniger Wind sei ein wichtiger Grund, warum es bislang lediglich drei Todesopfer gab, bestätigt auch Jürgen Püschel vom Seewetteramt in Hamburg. „In dieser Saison treten vor allem Winde aus Süden und Westen auf“, sagt der Meteorologe. Diese würden zu weniger Wellen auf der Ostsee führen. „Wenn der Wind vom Land kommt, ist die Angriffsfläche auf dem Wasser geringer. Auch bleiben dann die Temperaturen meist geringer – und es kommt vermehrt zu Regen“, weiß der Experte. Das bestätigt auch DLRG-Sprecher Erdmann. „Die Lufttemperaturen von aktuell knapp unter 20 Grad Celsius laden nicht unbedingt zum Schwimmen ein“, ergänzt er. Im vergangenen Jahr brachte laut Aussagen von Püschel vom Seewetteramt vor allem ein Hoch über Skandinavien die besseren Badebedingungen. Doch durch die Nordostwinde seien Brandung, Wellen und Strömungen zum Teil unberechenbar gewesen. „Das haben sicherlich viele Badende unterschätzt“, sagt der Meteorologe. Unabhängig vom Wetter sollten die Hinweise der Rettungsschwimmer stets beachtet werden.

Ann-Christin Schneider

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