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Dröhnende Bässe: Goa-Festival auf Pütnitz sorgt für Irritationen

Ribnitz-Damgarten Dröhnende Bässe: Goa-Festival auf Pütnitz sorgt für Irritationen

Für Ärger und Irritationen hat am Wochenende ein Musikfestival auf der Halbinsel Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten gesorgt – es war vielen zu laut.

Ribnitz-Damgarten. Für Ärger und Irritationen hat am Wochenende ein Musikfestival auf der Halbinsel Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten gesorgt – es war vielen zu laut. „Ich bin aus Damgarten nach Berlin geflüchtet, denn da geht es deutlich ruhiger zu als in der Provinz“, schreibt ein OZ-Leser, der sich vor allem um die „unfassbare Lautstärke mit Herzrhythmusstörungen auslösenden Bässen“ beklagt. Etwa 1800 Menschen waren am Wochenende zum Festival nach Pütnitz gekommen.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook gab es Beschwerden. Aus allen Himmelsrichtungen um das Gelände herum – etwa Dändorf, Ribnitz, Damgarten – seien Anrufe bei der Polizei eingegangen, erklärte ein Sprecher des Polizeireviers.

Klar ist, die Veranstaltung, ein Goa-Festival, war genehmigt. Das Event, so ein Polizeisprecher weiter, sollte offenbar erst in Tessin (Landkreis Rostock) stattfinden.

Aus den Facebook-Einträgen zu dem Festival geht dagegen hervor, dass das eigentliche Pütnitz-Festival, das bereits mehrfach auf dem ehemaligen Flugplatz gefeiert wurde, in diesem Jahr nicht hätte stattfinden sollen. Allerdings stand auch ein anderes Spektakel vor dem Aus – das „Zurück zu den Wurzeln-Festival“ in Tessin. Die Veranstalter beider Treffen hatten sich schließlich zusammengetan und das Festival auf Pütnitz organisiert.

Polizei und Vertreter der Stadt waren am Wochenende vor Ort, um sich vom Stand der Dinge zu überzeugen. Lärmmessungen wurden vonseiten des Ordnungsamtes durchgeführt und hätten laut Polizei ergeben, dass alles im Rahmen sei. „Die erlaubten Grenzwerte wurden nicht überschritten“, erklärte ein Sprecher des Polizei-Reviers Ribnitz-Damgarten. Der Wind hatte offenbar dazu beigetragen, dass jeder in der Region einmal etwas von den Bässen mitbekommen durfte.

Besondere Vorkommnisse habe es laut den Behörden nicht gegeben. Auch die Sicherheitskräfte auf dem Gelände bestätigten, dass alles friedlich abgelaufen sei. Mehrfach wurden vonseiten der Polizei Abfahrtskontrollen durchgeführt. In der Nacht zu Sonntag sei ein Gast mit dem Cannabis-Produkt THC im Blut erwischt worden. Auch hatte er Marihuana dabei und muss sich wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Drogenkonsum im Straßenverkehr verantworten.

Das Musikfest fand von Donnerstag bis Sonntag statt. „Und das Gelände ist von allen sehr positiv angenommen worden“, sagte Veranstalter Christian Reckmann. Er betonte, dass es sich um ein nachhaltiges, sauberes Festival handele. „Wir wollen wie früher in Harmonie feiern, gegen das Gegeneinander. Wir wollen kein Megafestival sein, eher im Gegenteil, klein und familiär.“

Dazu gehöre auch das Ticket-Prozedere. Jeder Gast musste sich erst über Facebook bewerben. Nach Prüfung des Profils des Bewerbers wurden die Tickets vergeben.

Robert Niemeyer

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