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MV aktuell Duale Ausbildung für Erzieher umstritten
Nachrichten MV aktuell Duale Ausbildung für Erzieher umstritten
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00:01 09.05.2017

Die Kritik an den von SPD und CDU geplanten Änderungen am Kita-Gesetz von Mecklenburg-Vorpommern reißt nicht ab. Vor der für morgen vom Sozialausschuss anberaumten öffentlichen Experten-Anhörung meldete auch die Gewerkschaft Verdi Bedenken an. Der Gesetzentwurf sei „Flickschusterei“ und führe zu gravierenden Qualitätsverlusten in der pädagogischen Arbeit, erklärte Verdi-Geschäftsführerin Diana Markiwitz gestern in Schwerin.

Umstritten ist vor allem die Einführung einer dreijährigen, praxisintegrierten Erzieher-Ausbildung, mit der dem Personalmangel in den Kindertagesstätten entgegengewirkt werden soll. „Die jungen Leute bekommen eine Schmalspurausbildung, die nur in Mecklenburg-Vorpommern einsetzbar ist und ihnen – trotz verlockender Ausbildungsvergütung – im Beruf dann finanzielle Nachteile bringt“, so Markiwitz. Das Einstiegsgehalt liege um etwa 200 Euro im Monat niedriger als bei Berufsanfängern mit der bisher üblichen, jedoch kostenpflichtigen akademischen Ausbildung über vier Jahre.

Nach dem Willen der Koalition soll das Gesetz vor der Sommerpause beschlossen werden. Damit könnten im September die dualen Modell-Ausbildungsgänge für Erzieher beginnen. Die Kita-Träger stehen dem Vorhaben im Wesentlichen positiv gegenüber, weil sie sich etwa eine praxisnahe Ausbildung erhoffen.

Künftig sollen auch ausgebildete Tanz- und Theaterpädagogen, Musik- und Sportpädagogen, Logopäden, Kinderkrankenpfleger, Hebammen, Physio- und Ergotherapeuten als vollwertige Fachkräfte in Kitas eingesetzt werden.

OZ

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