Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell EM-Fanartikel: Kunden geben im Schnitt 64 Euro aus
Nachrichten MV aktuell EM-Fanartikel: Kunden geben im Schnitt 64 Euro aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 10.06.2016

Endlich geht es los: Deutschland ist im Fußball-Fieber und die Geschäfte haben sich mit Fanartikeln bis oben hin eingedeckt. Ob in Supermärkten, Kaufhäusern oder Elektromärkten – überall strahlt einem Schwarz-Rot- Gold entgegen. Die Farben lassen zu Fußball-Großereignissen die Kassen kräftig klingeln: Obwohl bereits zwei Drittel der Deutschen Fanartikel besitzen, wollen sich 60 Prozent mit neuen Tassen, Trikots oder Fähnchen ausrüsten. Im Schnitt gibt jeder Verbraucher dafür 64 Euro aus.

Freut sich, dass die EM heute endlich losgeht: Wadim Artamonov (25) aus der Sportabteilung von Galeria Kaufhof in Rostock. Quelle: Ove Arscholl

Die Umsätze werden größer, je länger die deutsche Mannschaft im Spiel bleibt, sagt Monika Dürrer, Geschäftsführerin des Einzelhandelverbandes Nord. Ganz oben in der Absatz-Liga spielen traditionell Bau- und Heimwerkermärkte, Elektronikhändler und der Lebensmittelhandel. Letzterer punktet vor allem mit Getränken, Grillartikeln, Knabbergebäck und Snacks.

Tausende Fernseher mehr als sonst verkaufen die Elektrohändler vor Fußballereignissen. Unter Fans fungieren sie längst als Statussymbol. Kassenschlager sind Smart- TV-Geräte mit Internetverbindung – aber ohne HD-Fernsehen und Flachbildschirm läuft auch nichts. Laut der Gesellschaft für Konsumforschung sind die Umsätze mit TV-Geräten vor der letzten EM 2012 um sieben Prozent gestiegen. In diesem Jahr rechnet der Branchenverband mit einer ähnlich hohen Trefferquote für die Händler. Auch in den sieben Filialen in MV von Media Markt/Saturn „hat das Interesse zugenommen“, berichtet eine Sprecherin des Unternehmens. Eine Absatzzahl möchte sie aber nicht nennen.

T-Shirts mit den Deutschland- Farben gibt es im Galeria Kaufhof in Rostock. Dazu Kleinigkeiten, wie Schminke für die Frauen und Armbänder. „Absoluter Hit sind momentan aber die Hawaiiketten, die man sich um den Hals legen kann“, berichtet Mitarbeiterin Ute Kohlen. Bei Autohändler A.T.U. hängt ein neues Produkt derzeit alle anderen ab: die Halogen-Scheinwerferlampe. „Sie strahlt in den Farben Schwarz-Rot-Gold“, sagt Pressesprecher Michael Reindl. Die Klassiker wie Fensterfahnen, Außenspiegel-Verkleidungen und Wimpel mit Saugnäpfen komplettieren die EM-Aufstellung in den Regalen der acht Läden in MV.

Einen speziellen Krachmacher wie die nervige Vuvuzela-Tröte zur WM 2010 oder die Samba-Trommel Combinho zur WM 2014 gibt es bisher nicht. Dafür aber jede Menge anderer unnützer „Fanartikel“, zum Beispiel Zahnpasta, die in Schwarz-Rot-Gold auf die Bürste kommt, Toilettenpapier mit Namen „Ausputzer“ sowie ein künstlicher Bierbauch. Letzterer fasst bis zu 2,4 Liter und kann einfach um den Bauch geschnallt und „unauffällig“ unterm T-Shirt getragen werden. Durch einen Trinkschlauch findet die kühle Erfrischung den Weg in den echten Bierbauch. Ein Kühlpad wird dabei gleich mitgeliefert. Na, dann: Prost!

Krachmacher unbeliebt

ganz oben steht laut einer aktuellen Umfrage des Vergleichsportals guenstiger.de die klassische Deutschland-Flagge. Dahinter folgen Accessoires wie Hawaiiketten, Armbänder, Schal und Schminke. Krachmacher wie Tröten und Vuvuzelas sind dagegen weniger beliebt. Das brandneue Nationaltrikot (für Männer 85 Euro) finden viele der Befragten zu teuer.

Sie greifen deshalb lieber zu einer älteren Version oder einem Imitat.

Kerstin Schröder

Gerd Scharmberg und sein Sohn, Kurdirektor auf dem Darß, sollen in millionenschweren Immobiliendeal verwickelt sein

17.06.2016

Da die Partei ihren Namen jetzt anders schreibt, fordert die Landeswahlleiterin neue Unterschriften vor der Wahl / Partei-Chef: „Haarspalterei“

10.06.2016

. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) hat Forderungen der Grünen nach einer Senkung der Schülermindestzahlen an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zurückgewiesen.

10.06.2016
Anzeige