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MV aktuell Effekthascherei? AfD lässt sich von der Polizei begleiten
Nachrichten MV aktuell Effekthascherei? AfD lässt sich von der Polizei begleiten
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19:00 13.09.2017
Die Polizei begleitet AfD-Wahlkampfhelfer beim Plakatieren vor dem Peter-Weiss-Haus in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Quelle: Privat
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Rostock

Kritik an einem Polizeieinsatz in Rostocks Kröpeliner-Tor-Vorstadt: Die Beamten haben die AfD beim Aufhängen von Wahlplakaten begleitet, was bei anderen Parteien auf Kritik stößt. „Das ist schon eine merkwürdige Aktion“, sagt Bürgerschaftsmitglied Torsten Sohn (Grüne). Mithilfe der Beamten habe die AfD ihre Klientel bedienen und in den sozialen Netzwerken hohe Reichweiten erreichen können. Auch sei der Eindruck enstanden, es gebe in Rostock sogenannte No-Go-Areas, rechtsfreie Räume.

Linke und SPD halten den Einsatz ebenfalls für übertrieben. „Dass man beim Plakatieren kritisiert wird, muss man aushalten. Das geht uns auch so“, sagt Eva-Maria Kröger (Linke). Körperliche Übergriffe seien äußerst selten und die Polizei habe wichtigere Aufgaben. Christian Reinke (SPD) spricht von einer Effekthascherei der AfD. Schließlich sei nichts konkretes passiert.

Die AfD reagiert mit Unverständnis auf die Kritik. Es sei allgemein bekannt, dass sich die linksextreme Szene in Rostock überwiegend in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt aufhalte, so AfD-Direktkandidat Stephan Schmidt. Er habe die Polizei daher präventiv über das Plakatieren in der KTV informiert. „Ich könnte nicht ruhig schlafen, wenn einem unserer Wahlkampfhelfer etwas zustößt. Diese Fürsorgepflicht ist mein Anspruch für unsere Unterstützer im Wahlkampf“, sagt Schmidt. Er selbst sei bereits in der KTV verfolgt und körperlich angegriffen worden.

Die Rostocker Polizei bestätigt, dass die AfD die Plakatierung vorab angekündigt hat. „Durch das zuständige Polizeirevier wurde dann nach einer allgemeinen Lagebeurteilung entschieden, dass im Rahmen der Streifentätigkeit ein Funkstreifenwagen während der Plakatierung abgesetzt Präsenz zeigen wird“, sagt Polizeisprecherin Dörte Lembke. Besonders vor Bundes- und Landtagswahlen spitzten sich Auseinandersetzungen von politischen Gruppen unterschiedlicher Lager zu.

André Wornowski

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