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MV aktuell Ehefrau erstochen: Zwölf Jahre Haft für Syrer
Nachrichten MV aktuell Ehefrau erstochen: Zwölf Jahre Haft für Syrer
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00:05 24.06.2017

. Er  flüchtete mit seiner Familie aus Syrien, um seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. In der Zuflucht verlor der Syrer (54) dann seine Familie – durch eigene Schuld: Im November 2016 erstach der Mann auf Rügen seine Ehefrau. Seine Söhne haben nach der Tat mit ihrem Vater gebrochen. Zur Urteilsverkündung gestern im Landgericht Stralsund sind sie nicht gekommen. Sie wollen ihren Vater nicht mehr sehen.

Nach sechs Prozesstagen verurteilte die Strafkammer des Gerichts den Mann zu  zwölf Jahren Haft wegen Totschlags. Aus unbegründeter Eifersucht und der Erkenntnis heraus, nicht mehr Herr im Hause zu sein, habe er seine Frau getötet, sagte die Richterin in der Urteilsbegründung. Mehr als 20 Mal hatte er im Streit auf seine Frau eingestochen, die auf die Straße lief, dann in der Klinik starb.

Zuvor hatte die Frau ihm erklärt, mit den Kindern nach Berlin umziehen zu wollen. Die Familie war im August 2014 nach Deutschland geflüchtet. Als die Richterin das Urteil spricht, stützt sich der gebrochen wirkende Mann auf die Anklagebank, schüttelt den Kopf. Zu Prozessbeginn hatte er ein „gutes Urteil“ gefordert. Er wolle im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe. Immer wieder prallen im Verfahren verschiedene Kulturvorstellungen aufeinander. Doch die Richterin macht klar: Schon in Syrien, das als liberal gegenüber Frauen gelte, habe er über die Frau gewacht.

Der Mann – der in Syrien mit seiner Arbeit als Stuckateur  seine Familie ernährt hatte – berichtete im Verfahren von seiner Wut, weil seine Frau und die Kinder sich aus seiner finanziellen Abhängigkeit lösen wollten. Er hat das alles nicht verstanden.

Martina Rathke

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