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MV aktuell Ehrung auf dem Balkan: „Botschafter“ Klinkmann erhält Orden in Skopje
Nachrichten MV aktuell Ehrung auf dem Balkan: „Botschafter“ Klinkmann erhält Orden in Skopje
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00:01 07.06.2016
Medizinprofessor Horst Klinkmann Quelle: Bernd Wüstneck / Dpa

Mazedoniens Akademie der Wissenschaft zeichnet Prof. Horst Klinkmann (81) morgen mit dem Koneski-Orden aus, der höchsten Auszeichnung des Gremiums. Der Rostocker Medizinprofessor erhält die Auszeichnung in Mazedoniens Hauptstadt Skopje für seine Unterstützung beim Aufbau medizinischer Hilfe während und nach dem Balkankrieg sowie beim Aufbau von Nierenheilkunde und Dialyse in dem Balkanland.

Wegen seines hohen internationalen Ansehens zählt die Schweriner Landesregierung weiterhin auf Klinkmann als Berater und „Außenbotschafter“ des Landes. Aus dem „operativen Geschäft“ der Gesundheitswirtschaft hatte sich der Initiator des Biocon-Valley-Verbundes 2015 zurückgezogen. „Ich bin sehr froh, dass Prof. Klinkmann seine Kontakte weiter in den Dienst des Landes stellt“, betonte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD). So finde unter Leitung des Rostockers im September eine Konferenz der Fakultät für künstliche Organe (INFA) in Moskau statt. Zudem solle der Sitz der INFA, deren Dekan Klinkmann seit 1992 ist, für die nächsten fünf Jahre von Bologna (Italien) nach Moskau verlegt werden. Nach 1990 hatte der gebürtige Teterower mehrere Jahre an der Universität von Bologna gewirkt.

Laut Staatskanzlei warb Klinkmann erfolgreich dafür, dass MV mit mehreren Firmen auf der Konferenz in Moskau vertreten ist. Das ergänze „die Anstrengungen der Landesregierung, die Wirtschaftskontakte nach Russland auszubauen“, sagte Regierungssprecher Andreas Timm. Mit Klinkmanns Unterstützung werde außerdem ausgelotet, ob sich in Vietnam das Projekt einer Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe in die Praxis umsetzen lässt. Vietnamesische Pflegekräfte könnten dort nach deutschen Standards und auch in deutscher Sprache ausgebildet werden.

Durch eine Parlamentsanfrage der Grünen-Fraktion war kürzlich bekannt geworden, dass die Landesregierung für die Beratertätigkeit Klinkmanns pro Jahr ein Budget von bis zu 50000 Euro zur Verfügung stellt. Bis 2018 kann Klinkmann bis zu 150000 Euro in Anspruch nehmen, das nach konkreter Leistung abzurechnen ist.

Auch das Kuratorium Gesundheitswirtschaft verteidigte das Budget. Es sei das „Recht des Ministerpräsidenten, einen exzellent vernetzten Berater auszusuchen, der über hohes internationales Renommee verfügt“, so Kuratoriumspräsident Prof. Wolfgang Schareck. Zumal das Budget durch „eine Obergrenze gedeckelt“ sei.

Elke Ehlers

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