Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Eichen-Prozessionsspinner breitet sich in MV aus
Nachrichten MV aktuell Eichen-Prozessionsspinner breitet sich in MV aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:07 08.05.2018
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können beim Menschen Hautprobleme verursachen. Quelle: Fotos: P. Pleu/dpa

Schwerin. Der Eichen-Prozessionsspinner breitet sich in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter aus. Im vergangenen Jahr sei der Nachtfalter erstmals im küstennahen Bereich bei Rostock und auf der Insel Usedom festgestellt worden, sagte Mathis Jansen von der Landesforstanstalt in Schwerin. Rügen sei bislang frei von Thaumetopoea processionea, wie die lateinische Bezeichnung lautet. „Die Ausbreitung erfolgt von Südwesten nach Nordosten“, so Jansen.

Schilder warnen vor den Raupen.

Für den Forst im Nordosten sei der Schmetterling, dessen Raupen sich von Eichenblättern ernähren, bislang kein Problem, sagte Jansen. Allerdings gilt er als Gesundheitsgefahr: Die feinen Brennhaare der Raupen können für Menschen unangenehm werden. Bei Hautkontakt bilden sich juckende Quaddeln. Auch Hautentzündungen und Atemwegsprobleme können Folgen eines Kontaktes sein.

Im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns war wegen des starken Auftretens des Eichen-Prozessionsspinners mehrere Jahre hintereinander, zuletzt 2015, mit Flugzeugen ein chemisches Mittel über befallenen Straßenbäumen versprüht worden. Umweltverbände hatten dagegen protestiert, weil sie Schädigungen von Insekten befürchteten. Das Ergebnis war bisher nachhaltig: In den vergangenen zwei Jahren und auch für 2018 wird keine Notwendigkeit für erneute Großeinsätze gesehen, wie der Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Andreas Bonin, sagte. Um die Entwicklung der Population zu beobachten, werden jeweils im August die Gespinstnester des Spinners vor allem in den Bäumen entlang der Straßen gezählt. Überprüft und aufgenommen würden auch Meldungen von Bürgern, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus), Anja Neutzling. „Im vergangenen Jahr wurden so an insgesamt 74 Standorten insgesamt über 1600 Eichen untersucht.“ Parallel dazu betreibe die Landesforstanstalt ein landesweites Monitoring mit Pheromonfallen.

Nach Neutzlings Worten erholt sich die Population. „Unsere Daten zeigen eine wieder zunehmende Ausbreitung in der Fläche bei vergleichsweiser geringer Dichte.“

Einige spezielle Standorte, die als sogenannte Hotspots bezeichnet werden könnten, wiesen über die Jahre eine fast gleichbleibend hohe Dichte auf. Über lokal begrenzte Bekämpfung

s-Aktionen werde im Laufe der nächsten Wochen entschieden. Es gebe zwei Möglichkeiten der Bekämpfung, die beide vom Boden aus erfolgten: das Absaugen der Gespinstnester oder den Einsatz eines speziellen Insektizids. Iris Leithold

OZ

Der Lärmschutz wird während des Fußball-Turniers in Russland gelockert. Die Fans können an mehreren Orten mitfiebern.

08.05.2018

Der krebserzeugende Sprengstoff stammt aus versenkter Alt-Munition

08.05.2018

Touristen lieben den 40 Meter hohen Aussichtsturm – Herzstück des 1250 Meter langen Baumwipfelpfades in Prora auf Rügen: Der um eine Rotbuche herum errichtete Holzturm ...

08.05.2018