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Einbrecher aktiv in Mecklenburg Aufklärung wirkt: Fälle in Vorpommern gehen zurück

Grevesmühlen Einbrecher aktiv in Mecklenburg Aufklärung wirkt: Fälle in Vorpommern gehen zurück

Schränke durchwühlt, Wertsachen weg! Vier Mal pro Tag entdecken Menschen in MV, dass bei ihnen eingebrochen wurde.

Grevesmühlen. Schränke durchwühlt, Wertsachen weg! Vier Mal pro Tag entdecken Menschen in MV, dass bei ihnen eingebrochen wurde. Am Wochenende hatten Unbekannte in Grevesmühlen und Herrnburg gleich vier Häuser ausgeräumt. Im Nordwestkreis sind Einbrecher dem Landeskriminalamt (LKA) zufolge im Vergleich zu anderen Landesteilen ohnehin sehr aktiv. Zu den Top-Adressen der Kriminellen zählten bislang auch Grenzregionen im Osten und Südwesten. Das hat sich offenbar geändert.

 

OZ-Bild

Christian Schumacher, GdP

Quelle: Foto: Söllner

In den Kreisen Vorpommern- Greifswald und Ludwigslust-Parchim hat es 2016 im Vergleich zum Vorjahr weniger Wohnungseinbrüche gegeben. Die landesweiten Fallzahlen sind hingegen annähernd gleich geblieben. 1521 Wohnungseinbrüche hat es im Jahr 2015 in MV gegeben. Die offizielle Statistik für 2016 steht noch aus, sie soll laut LKA aber ähnlich ausfallen. Das lege nahe, dass sich die Einbruchsschwerpunkte verlagern, sagt Christian Schumacher, Geschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in MV. „Vermutlich Richtung Rostock.“

Jeder dritte Einbruchsversuch geht schief. Oft, weil der Täter beim Einstieg scheitert. Türen und Fenster sind zunehmend gut gesichert. „Offenbar geben die Leute mehr Geld dafür aus“, sagt Axel Falkenberg von der Polizeiinspektion Anklam. Wohl auch, weil immer mehr Menschen wissen, wo ihr Heim Sicherheitslücken hat. In Vorpommern-Greifswald setzt die Polizei seit 2014 eine Täterstreife ein.

Mit Erfolg: Binnen zwei Jahren haben die Beamten 15000 Objekte kontrolliert, bei jedem 15. davon Schwachstellen ausgemacht und die Bewohner informiert. Hinzu kamen Infokampagnen und mehr als 4000 Beratungsgespräche. „Die Maßnahmen greifen“, sagt Falkenberg. 254 Einbrüche wurden im vergangenen Jahr kreisweit registriert. Im Jahr 2013 waren es rund 400 gewesen.

Aufklärung sei der beste Schutz, sagt GdP-Chef Schumacher. „Aber Präventionsarbeit braucht viel Personal. Das haben wir nicht.“ Das erschwere auch die Tätersuche. Dennoch steht MV im Bundesvergleich gut da: Bei knapp jedem dritten Fall wird der Täter gefasst. In Vorpommern-Greifswald sei die Quote noch höher, sagt Falkenberg. Antje Bernstein

OZ

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