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MV aktuell Eine-Welt-Förderpreise gehen nach Wismar, Rostock und Greifswald
Nachrichten MV aktuell Eine-Welt-Förderpreise gehen nach Wismar, Rostock und Greifswald
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18:55 29.10.2018
Das Schloss in Güstrow. Hier wurden die Preise für vorbildliche Projekte im Nordosten verliehen. Quelle: Bernd Wüstneck/ldpa
Güstrow

Der ökumenische Eine-Welt-Förderpreis MV ist am Montag in Güstrow an drei Preisträger aus Wismar, Rostock und Greifswald verliehen worden. Der mit 2000 Euro dotierte Hauptpreis mit Wanderpokal ging an ein gemeinsames Projekt von Studenten aus Wismar und Südafrika, das mit nachhaltigen und kostengünstigen Methoden den Eigenbau gemeinschaftlich oder geschäftlich nutzbarer Gebäude ermöglicht, teilte der evangelische Kirchenkreis Mecklenburg mit.

Den mit 1500 Euro verbundenen zweiten Förderpreis bekam der „Freundeskreis Flüchtlinge“ der evangelischen Kirchengemeinde Biestow in der Hansestadt Rostock. Den dritten Preis mit 1000 Euro teilen sich das Caritas-Quartiersbüro Schönwalde II in Greifswald und der Verein „Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit MV“ in Rostock. Im Quartiersbüro kommen Anwohner miteinander in Kontakt und gestalten das Leben in ihrem Stadtteil mit. Im Rostocker Verein wurden Projektmaterialien für Grundschüler entwickelt, durch die sie den Kinderalltag im südamerikanischen Peru kennenlernen können.

Die Auszeichnung fand im Güstrower Schloss anlässlich der Eröffnung der landesweiten Veranstaltungsreihe „WeltWechsel-Tage 2018“ in MV statt. Die evangelische und die katholische Kirche in MV sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen MV vergaben die Auszeichnung zum dritten Mal an Engagierte, die sich in den vergangenen zwei Jahren für mehr Gerechtigkeit in der „Einen Welt“ und für lebendige Partnerschaftsbeziehungen eingesetzt haben. 19 Bewerbungen waren eingereicht worden.

Die landesweite Veranstaltungsreihe „Weltwechsel“ unter dem Motto „Wohin wachsen wir?“ geht noch bis zum 24. November. Rund 50 Initiativen laden an über 20 Orten zu 81 Veranstaltungen wie Workshops, Aktionstage, Filmabende, Vorträge, Schulungen, Projekttage, Theater und Lesungen ein. Nach Angaben des Eine-Welt-Landesnetzwerkes MV soll dabei sensibilisiert werden für die Ungerechtigkeit auf der Welt und die Ausbeutung der Menschen.

Globale Gerechtigkeit dürfe sich nicht im Nord-Süd-Transfer von Know-How und Geld erschöpfen, sagte Bischof Andreas von Maltzahn (Schwerin) zur Eröffnung in Güstrow. Er erinnerte daran, wie sehr „die kolonialistische Vergangenheit auch unseres Landes die ungleiche Verteilung von Reichtum auf unserer Erde verursacht hat und wie sehr unfaire Handelsbedingungen diese fatale Entwicklung weiter befeuern“. Die Begegnungen in den Partnerschaften, konkrete Projektarbeit in den Ländern des globalen Südens und entwicklungspolitische Bildungsarbeit gehörten untrennbar zusammen.

Agentur