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Eis in Waren wird aufgesägt

Waren Eis in Waren wird aufgesägt

Auf den vorpommerschen Boddengewässern gilt Nachtfahrverbot für Schiffe

Waren. Technik gegen Eisdruck: Bei Sonne und Reif hat die Stadt Waren das Eis der Müritz aus Sicherheitsgründen aufschneiden lassen. „Als Erstes wurde die Steganlage am Volksbad geschützt“, sagte Stadtbauhofleiter Holger Huhs gestern in Waren. Mit einer Spezialmotorsäge, die ein doppelt so langes Blatt wie herkömmliche Motorkettensägen hat, wurde am Steg ein langer Streifen Eis aufgetrennt. Die bis zu 18 Zentimeter starken Eisplatten und -blöcke wurden weggeschoben oder herausgeholt und die Streifen mit Schilf gesichert. „Bei den neuen Molen im Stadthafen ist das noch nicht nötig. Diese sind für mindestens 30 Zentimeter Eisstärke ausgelegt“, erklärte der Leiter des Bauamtes der Stadt, Gunter Lüdde.

Etliche Schaulustige verfolgten die Arbeiten. Das Ziel der ungewöhnlichen Aktion ist, dass die Stege bei Tauwetter und Wind nicht vom Eis zerquetscht werden. Die Stadt prüft noch, inwieweit weitere Stege in den nächsten Tagen freigeschnitten werden müssen. Das dicke Eis reagierte nach dem Freischneiden und bei warmer Sonnenstrahlung sofort: Es bildeten sich neue Risse über der rund zwei Kilometer breiten Binnenmüritz und es erklangen dumpfe Töne.

Die etwa 100 Quadratkilometer große Müritz ist seit Ende Januar zugefroren. Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Waren hat auf der Müritz inzwischen Eisstärken zwischen 15 und 18 Zentimeter gemessen, das Eis auf Kölpinsee und Fleesensee sei ähnlich dick, hieß es. Die Behörden raten aber zu großer Vorsicht: Auf fast allen Seen haben sich durch Strömungen, Sonne, Wind und Wildvögel kleine, freie Wasserstellen erhalten.

Wegen des Eises in den Boddengewässern um Usedom und um Stralsund dürfen Schiffe dort nicht mehr nachts fahren. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat für die Bereiche des nördlichen Peenestroms, Teile des Greifswalder Boddens und der Nordansteuerung Stralsund ein Nachtfahrverbot ausgesprochen. Das Verbot gilt seit gestern Abend.

Winfried Wagner

OZ

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Dieses Foto mit Eisstrukturen am Kooser See – aufgenommen im Januar 2017 – schickte uns OZ-Leser Wolfgang Schielke. Eingefügt hat er ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt (1769-1860). „Von mir ein stiller Gruß an den verehrten Namenspatron meiner früheren Universität“, schreibt Schielke, der von 1974 bis 1979 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studiert hat.

Täglich erreichen die OZ-Redaktion weitere Leserbriefe zur Namensablegung der Uni Greifswald

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