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Energieprojekt mit Spaßfaktor

Neustrelitz Energieprojekt mit Spaßfaktor

Neustrelitzer planen mit polnischen Partnern Öko-Zentrum bei Kolberg.

Neustrelitz. Mecklenburg-Vorpommern hat eins, Brandenburg hat eins, nun soll es auch im benachbarten Polen ein sichtbares Zeichen der Energiewende geben — trotz unterschiedlicher Energieauffassungen der Regierungen. „Die Öko-Zentren in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) und Eberswalde in Brandenburg planen mit polnischen Partnern ein Erlebniszentrum in Körlin (Karlino)“, sagte Rudolf Borchert (SPD), Vorsitzender des Schweriner Landtagsenergieausschusses. Borchert und der Körliner Bürgermeister Waldemar Misko mit Sejmik-Abgeordneten aus der Woiwodschaft Westpommern hatten zuvor das Zentrum für erneuerbare Energie (Leea) in Neustrelitz besichtigt.

Fazit: „Lasst uns das Rad nicht neu erfinden, wir sind zu arm, um Geld zweimal für das Gleiche auszugeben“, wie ein polnischer Abgeordneter meinte. Bis 2018 soll mit EU-Hilfe bei Körlin ein Erlebniszentrum für Erdgeschichte, fossile und erneuerbare Energien in Polen entstehen. Während Polens Regierung eher auf Kohle und Atom setzt, wird in Deutschland der Ausbau der Bioenergie vorangetrieben. Das soll auch im Nordwesten Polens stärker passieren. „Wir rechnen mit Kosten von rund 16 Millionen Euro und jährlich 500 000 Besuchern“, erklärte Misko. So sollen die Natur und ihre Wechselwirkungen bei der Gewinnung fossiler Rohstoffe erläutert werden. „Wir arbeiten da mit Hochschulen und Unternehmen zusammen“, sagte Misko und nennt Konzerne wie Orlen und Lotos, aber auch Siemens und General Electric.

Der Leiter des Leea, Falk Roloff-Ahrend, ist da schon etwas weiter: Sein Haus steht seit eineinhalb Jahren. Trotzdem läuft noch nicht alles rund: „Wir sind am Beginn einer Entwicklung“, sagte Borchert. Rund 3,4 Millionen Euro — 1,6 Millionen Euro kamen vom Land — kostete der spektakuläre Neubau an der B96 nach Berlin. Seit September 2012 kamen rund 9500 Besucher. Nach drei Jahren Anlaufzeit sollen es pro Jahr 30 000 Gäste sein. Jährlich fallen rund 600 000 Euro Betriebskosten an. Neben den Firmenausstellungen sollen wechselnde interaktive Sonderschauen Besucher anlocken.

 



OZ

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Neustrelitz
Das Landeszentrum für erneuerbare Energien Mecklenburg-Vorpommern in Neustrelitz soll für das polnische Zentrum ein Vorbild sein.

Die Neustrelitzer planen mit polnischen Partnern ein Öko-Zentrum im polnischen Kolberg. 2018 soll es stehen.

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