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Enkeltrick-Betrüger wollen Firmen in MV ausnehmen

Rostock Enkeltrick-Betrüger wollen Firmen in MV ausnehmen

Täter fordern Geld für angebliche Betriebsübernahmen / Auch die Zahl der betrogenen Privatpersonen nimmt weiter zu

Rostock. Jetzt nehmen die Enkeltrick-Betrüger auch Firmen ins Visier. Bei dem sogenannten Geschäftsführer-Schwindel spionieren die Täter die Betriebe aus und verlangen bei Abwesenheit des Chefs per E-Mail oder Telefon Geldüberweisungen für eine angebliche Firmenübernahme. Seit Anfang der Woche sind in MV zwei dieser Fälle bekannt geworden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) mit. Es sei den Tätern jedoch nicht gelungen, entsprechende Zahlungen zu veranlassen.

 

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Die Polizei warnt: Niemals Geld an Unbekannte geben.

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Offenbar verschaffen sich die Betrüger zunächst Informationen über Strukturen und Geschäftsabläufe der Firma, etwa durch die Auswertung sozialer Medien. Wenn die Geschäftsführung abwesend ist, treten die Täter an zeichnungsberechtigte Mitarbeiter heran. Dabei gehen die Betrüger professionell vor: In einer angeblich streng vertraulichen E-Mail wird etwa der Eintritt des Unternehmens in neue Marktsegmente vorgegaukelt, wofür Geld ins Ausland überwiesen werden müsse. Als Kontakt wird eine Anwaltskanzlei in Frankreich genannt.

Weltweit wurden mit dieser Masche – auch bekannt als „digitaler Enkeltrick“ – bereits mehrere Millionen Euro ergaunert. Die Kriminalisten betonen, dass sich Betroffene bei Ungereimtheiten an die Polizei beziehungsweise an die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) beim LKA wenden sollten.

Unterdessen nimmt auch die Zahl der betrogenen Privatpersonen zu. Rund 300 Enkeltrick-Straftaten wurden laut LKA-Sprecher Michael Schuldt im vergangenen Jahr in MV registriert –2014 waren es gut 200 gewesen. Auch die Höhe der Schadenssumme steige – allein im vergangenen Jahr ergaunerten die Täter rund 640000 Euro.

Nachdem Betrüger Anfang der Woche in Schwerin von einer 85-jährigen Frau 30000 Euro erbeutet haben, wurden gestern auch in Rostock mehrere Rentner von Unbekannten angerufen. Die Angerufenen haben sich aber nicht täuschen lassen, sondern die Polizei alarmiert, die Polizei empfiehlt daher, immer misstrauisch zu werden, wenn jemand Geld fordert. Es sollten keine familiären Details genannt und niemals Geld an unbekannte Personen übergeben werden. Wer einen Verdacht hat, solle umgehend die Notrufnummer 110 der Polizei anrufen.

axm

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