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Ermittler: Soldaten attackierten Vorgesetzten an Bord

Beirut/Rostock Ermittler: Soldaten attackierten Vorgesetzten an Bord

Auf dem in Rostock beheimateten Schnellboot „Hermelin“ hat sich laut Bundeswehr ein gewaltsamer Übergriff auf einen Vorgesetzten ereignet. Das Einsatzführungskommando in Potsdam bestätigte am Dienstagabend den Vorfall, der sich bereits am 15. Februar auf dem Schnellboot im Hafen von Beirut zugetragen hatte.

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Gewalt an Bord: Auf der „Hermelin“ – hier beim Auslaufen aus Rostock – soll es während des Einsatzes im Mittelmeer vor Libanon zu einer brutalen Attacke auf ein Besatzungsmitglied gekommen sein.

Quelle: Norbert Fellechner

Beirut. Von dort aus operiert das Schiff im Rahmen der UNIFIL-Mission vor der Küste des Libanons, um den Waffenschmuggel zu unterbinden und die Seewege zu kontrollieren.

Der Bootsmann sei aus seiner Koje gezogen, mit Tape und einem Spanngurt auf einem Tisch fixiert und anschließend am Bein bemalt worden. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ sollen sie dem Deutschen thailändischer Herkunft die Worte: „Hier wohnen die Mongos“ auf die Haut geschrieben haben.

Gegen die vier Soldaten und mögliche weitere Beteiligte werde ermittelt. Angesichts einer vorgesehenen Besatzung von 36 Mann auf dem begrenzten Raum des knapp 60 Meter langen Bootes wird demnach auch für möglich gehalten, dass weitere Soldaten den Vorfall durch „aktives Wegsehen“ begünstigt haben könnten.

Auf die Frage, ob es Erkenntnisse zu einer fremdenfeindlichen Motivation der Angreifer gebe, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Zeitung: „Alle Ermittlungen, die wir geführt haben, haben ergeben, dass der Vorfall nichts mit einem ausländerfeindlichen Hintergrund zu tun hat.“

Die „Hermelin“ war im Mai 2012 zu ihrem Einsatz im Mittelmeer ausgelaufen.

Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstagsausgabe Ihrer OSTSEE-ZEITUNG.

OZ

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Marine-Inspekteur Axel Schimpf hat den Angriff von Bundeswehrsoldaten auf einen Vorgesetzten im Libanon-Einsatz scharf verurteilt und harte Ermittlungen angekündigt.

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