Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Erotik-Händler vor Gericht Verkäufer von Latex-Masken soll Kunden unter Druck gesetzt haben
Nachrichten MV aktuell Erotik-Händler vor Gericht Verkäufer von Latex-Masken soll Kunden unter Druck gesetzt haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 11.05.2016

Er betrieb ein pikantes Gewerbe und drohte mit intimen Details: Bis vor kurzem hat Martin F. Latex-Masken für Fetischisten hergestellt und diese über das Internet vertrieben. Doch weil ein Kunde mit seiner Ware nicht zufrieden war, verlangte dieser sein Geld zurück und gab dem Händler aus Mühlen-Eichsen in Nordwestmecklenburg auf der Online-Plattform „Amazon“

eine schlechte Bewertung. Um die geforderte Rückabwicklung des Kaufs zu verhindern und die Löschung der schlechten Bewertung zu erzwingen, soll F. am 18. Mai 2015 schriftliche Drohungen gesendet haben. Unter anderem würde er das soziale Umfeld des Käufers über dessen Neigungen und gekaufte Produkte informieren, sollte dieser auf die Reklamation bestehen. Der Betroffene erstattete daraufhin Anzeige. F. musste sich nun vor dem Amtsgericht Wismar wegen Nötigung verantworten. F. schüttelte nach der Verlesung der Anklage durch die Staatsanwaltschaft den Kopf. „Dieser Drohbrief stammt nicht von mir. Ich habe das Geld zurückerstattet, aber meine Ware noch nicht zurückerhalten“, behauptete er. Der Richter schenkte dieser Aussage wenig Glauben und konfrontierte den Angeklagten mit dessen Vergangenheit: Gegen den 40-Jährigen hatte es schon einmal wegen eines sehr ähnlichen Falls ein Ermittlungsverfahren gegeben. Auch damals waren schriftliche Drohungen im Spiel. „Das Verfahren wurde damals eingestellt“, räumte der Richter ein. „Doch die Diktion des Briefes ist ungefähr gleich“, stellte er fest.

Der Prozess nahm später eine skurrile Wende. Denn F. forderte den Richter plötzlich auf, ihn zu verurteilen: „Auch wenn ich es nicht war. Ich will das vom Tisch haben.“ Seine Forderung nach Verurteilunge stellte er angeblich, um weitere Kosten zu sparen, wie der Beschuldigte behauptete. Nun muss er 150 Euro Strafe zahlen. Daniel Heidmann

OZ

Mehr zum Thema

Am 3. Juni treten die Puhdys, City und Karat als Rocklegenden in der Stadthalle auf

06.05.2016

Die moderne Formel 1 ist ein Datenpuzzle mit Millionen Teilen. Einem Tüftler wie Nico Rosberg kommt die Detailarbeit im Grenzbereich entgegen. Das hat sich der WM-Spitzenreiter auch bei Michael Schumacher abgeschaut.

12.05.2016

Popsongs, schwülstige Balladen und ein paar Folklore-Einlagen. Deutschlands ESC-Hoffnung Jamie-Lee sieht sich in Stockholm einer bunten Konkurrenz gegenüber. Wer macht das Rennen?

15.05.2016

Landeschef Caffier stellt heute Wahlprogramm vor

11.05.2016

Erstmals sind Flüchtlinge per Flugzeug von Rostock aus abgeschoben worden

11.05.2016

Das Amtsgericht Greifswald verurteilte gestern einen 53-jährigen Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung.

11.05.2016
Anzeige