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Ersatzkassen treten Kostenbremse

Schwerin Ersatzkassen treten Kostenbremse

In Mecklenburg-Vorpommern werden weitere Klinik-Kooperationen angestrebt

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Auch in MV werden Landärzte gesucht.

Quelle: Fotolia

Schwerin. Für eine auch künftig flächendeckend gute medizinische Versorgung zu bezahlbaren Preisen sind nach Überzeugung der Ersatz-Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern weitere Reformen unumgänglich. So sollen weitere Klinik-Kooperationen vereinbart, medizinische Versorgungszentren gebildet und die Telemedizin ausgebaut werden. Es gelte,

„alte Verfahrenswege zu überdenken, neue Wege einzuschlagen“, heißt es in einem Positions-Papier, das die Landesvertretung des Ersatzkassenverbandes (vdek) gestern anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums in Schwerin vorlegte. Der Verband vertritt sechs Ersatz-Krankenkassen mit rund 650000 Versicherten in MV.

Neben Veränderungen im stationären Bereich, verlangen die Ersatzkassen auch verstärkte Anstrengungen zur Gewinnung von Ärztenachwuchs für ländliche Regionen. Der Versuch, die Niederlassung mithilfe finanzieller Anreize zu fördern, müsse als gescheitert angesehen werden, konstatierte der Dachverband. Obwohl Kommunen unter anderem verbilligt Bauland bereitstellen, findet sich vielerorts kein Ersatz mehr für Landärzte, die in Rente gehen.

Der vdek fordert mehr Werbung an den Universitäten. Zudem sollen auch Abiturienten Studienplätze für Medizin bekommen, die zwar den Numerus Clausus nicht erfüllen, aber Landarzt werden wollen. In Zweigpraxen sollen regelmäßig Arztsprechstunden stattfinden, um damit vor allem älteren Patienten beschwerliche Anreisen zu ersparen. Mit dem verstärkten Einsatz speziell geschulter Gemeindeschwestern sollen Ärzte von Routinetätigkeiten entlastet werden.

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) würdigte die Landesvertretung des Ersatzkassenverbandes als engagierten Interessenvertreter sowie verlässlichen Partner. „Angesichts der sich ändernden Bevölkerungsstruktur ist die medizinische Versorgung in der Fläche eine große Herausforderung. Wir alle aber wollen ein Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern, das diesen Namen auch verdient“, so Hesse. Doch machte auch sie deutlich, dass es weitere Veränderungen in der Krankenhauslandschaft geben müsse: „Wir können nicht alle Fachrichtungen an allen Standorten erhalten.“

OZ

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