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Erste Namen für Ministerposten sickern durch

Schwerin Erste Namen für Ministerposten sickern durch

Noch sondiert die SPD mit CDU und Linken / Vieles deutet aber auf Rot-Schwarz hin

Schwerin. Geheimnisvoller Hochbetrieb in Schweriner Hinterzimmern: Während Ministerpräsident Erwin Sellering gemeinsam mit seinen Vertrauten, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Fraktionschef Mathias Brodkorb (alle SPD), die Sondierungsgespräche mit CDU und Linken vorantreibt, sickern erste Namen für eine mögliche Neuauflage der rot-schwarzen Landesregierung durch. Dies könnte dafür sprechen, dass Rot-Schwarz zurzeit die wahrscheinlichere Variante ist. In diesem Fall soll nach OZ-Informationen Noch-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) der Kandidat für den Job sein, den Brodkorb gern gehabt hätte: Den Chefposten im Finanzministerium, der auf jeden Fall neu vergeben werden muss, nachdem Heike Polzin (SPD) angekündigt hatte, dafür nach der Wahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Ins Verkehrsministerium soll, wenn das Haus weiter von der SPD geführt wird, was der CDU nicht so richtig gefällt, der bisherige Chef der Staatskanzlei, Christian Frenzel, nachrücken. Frenzel ist wie Sellering Jurist und hat die Staatskanzlei in den vergangenen zweieinhalb Jahren geräuschlos geführt. Sellering schätzt diesen Führungsstil auch persönlich sehr. Neue Chefin der Staatskanzlei soll die jetzige Verkehrsstaatssekretärin Ina-Maria Ulbrich werden. Sie gilt ebenfalls als Sellering-Vertraute und hat ab 2008 mehrere Jahre lang das Büro des Ministerpräsidenten geleitet.

Die CDU soll beim mäßig beliebten Bildungsministerium zum Zuge kommen, für das die Union aber noch keinen Kandidaten aufbieten kann. Als kompetent gilt der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz (KMK), Udo Michallik. Der 48-Jährige war vor der Brodkorb-Ära unter CDU-Kultusminister Henry Tesch bereits als Staatssekretär in dem Ressort tätig. Allerdings betont Michallik gern, wie wohl er sich als KMK-Generalsekretär in Berlin fühlt. Das Bildungsministerium ist in der kommenden Legislaturperiode alles andere als ein Karrieresprungbrett: In Vorpommern steht die Umsetzung der dort schwierigen Theaterreform an. Den Schulen fehlen nach wie vor viele Lehrkräfte.

Im Gegenzug für die Abgabe des Bildungsministeriums soll die SPD das Justizressort bekommen – also Feierabend für CDU-Frau Uta Maria Kuder. Sellering soll mit der schleppenden Umsetzung der Gerichtsreform immer wieder unzufrieden gewesen sein und Kuder deshalb während einer Kabinettssitzung einmal regelrecht zusammengefaltet haben. Neue Wunschkandidatin: die Landtagsabgeordnete Stefanie Drese aus Bad Doberan. Sie ist ebenfalls Juristin, was für den Job eine Voraussetzung ist. Aufseiten der CDU gelten Lorenz Caffier im Innen- und Harry Glawe im Wirtschaftsministerium als gesetzt.

Unklar ist, was aus Sozialministerin Birgit Hesse wird. Zwischen ihr und Sellering soll es wegen ihres Umgangs mit den Protesten nach der Schließung der Wolgaster Kinderklinik heftig geknirscht haben. Agrarminister Till Backhaus kämpft derweil um seinen Doktortitel, über dessen Aberkennung die Humboldt-Uni in Berlin derzeit berät. Er dürfte aber vorerst im Amt bleiben.

Die Aufteilung der Ressorts unter einer rot-schwarzen Regierung soll so bleiben wie bislang: Die SPD würde fünf Ministerien plus die Staatskanzlei besetzen, der CDU blieben drei Ministerposten.

Benjamin Fischer

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