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MV aktuell Erste Störche zurück – aber nicht aus Afrika
Nachrichten MV aktuell Erste Störche zurück – aber nicht aus Afrika
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00:05 25.02.2017
Am Mittwoch dieser Woche fotografierte Hobby-Ornithologe Klaus Dettmann den Storch in Gothmann bei Ludwigslust vor einem Elektrozaun auf einer Wiese.
Stralsund/Boizenburg

Die ersten „wetterfesten“ Störche sind zurück in Mecklenburg-Vorpommern. Mindestens drei Heimkehrer seien bereits gesichtet worden, informierte gestern Stefan Kroll von der Nabu-Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz. Als erster war am Dienstag in Gothmann bei Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ein Adebar beobachtet worden. Fast zeitgleich kam Vorpommerns erster Storch an – in Prohn bei Stralsund. „Wahrscheinlich haben beide in Frankreich oder Spanien überwintert“, meint der Rostocker Storchenschützer.

Auch die Störchin „Schnuckel“ aus Langenhanshagen bei Ribnitz-Damgarten ist bereits zurück. Sie kam am Mittwoch an, hatte aber keinen allzu weiten Flug hinter sich. Da das Tier im Juni 2000 in Rheinland-Pfalz beringt wurde, lässt sich ihr Weg gut nachverfolgen. Der Ring mit der Nummer A277 ist mehrfach von Storchenbeobachtern abgelesen worden. Dadurch ist bekannt, dass das 17 Jahre alte Tier den Winter in Nordrhein-Westfalen verbrachte. Dort war sie in Delbrück am 18. Februar zuletzt gesehen worden. Störche hätten gute Chancen, auch in Deutschland den Winter zu überstehen, berichtet Kroll. Einige suchen die Nähe von Zoos und fressen dort mit. Andere würden gefüttert, was unter Tierfreunden aber umstritten ist. In milden Wintern mit wenig Schnee fänden sie aber auch Mäuse und Regenwürmer.

Die meisten Weißstörche überwintern aber weiterhin in Afrika und werden ab Ende März zurückerwartet. Auf die neue Saison blicken die Storchenfreunde jedoch mit großer Sorge. 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern mit 724 so wenig Weißstorchpaare gezählt wie noch nie.Elke Ehlers

OZ

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