Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Erste Trauma-Ambulanzen in Vorpommern öffnen
Nachrichten MV aktuell Erste Trauma-Ambulanzen in Vorpommern öffnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:06 15.03.2013
Trauma-Ambulanzen versorgen früh mit therapeutischer Hilfe. Foto: S. Sauer/Archiv
Anzeige
Greifswald

In Mecklenburg-Vorpommern nehmen heute (10.00) in Greifswald und Stralsund die ersten mit Landesmitteln finanzierten Trauma-Ambulanzen für Opfer von Gewalttaten ihre Arbeit auf. Bislang müssten traumatisierte Opfer noch zu lange auf qualifizierte psychotherapeutische Hilfe warten, sagte der Chef der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Greifswald, Harald Freyberger. Grund sei die Unterversorgung mit niedergelassenen Praxen im Land.

Seinen Angaben zufolge dokumentiert das Landesamt für Gesundheit und Soziales jährlich rund 350 Fälle, bei denen Opfer schwere Gewalt zugefügt wurde und die danach an Traumata litten. „Entscheidend ist, dass die Menschen, die stark auf eine Traumatisierung reagieren, sich so früh wie möglich in Behandlung geben.“

Auch in Mecklenburg sind Trauma-Ambulanzen geplant, die den Betroffenen zeitnah nach der Gewalttat therapeutische Hilfe geben. Am Uni-Klinikum in Greifswald und am Helios-Klinikum in Stralsund kümmern sich spezialisierte Fachärzte, Krankenschwestern und Sozialarbeiter um die Betroffenen.

Freybergers Angaben zufolge erleben in Deutschland rund sechs Prozent der Männer und acht Prozent der Frauen in ihrem Leben traumarelevante Schäden. Die Hälfte der Betroffenen könne ein Trauma ohne therapeutische Hilfe verarbeiten. Bei den anderen verfestige sich bei jedem zweiten ein Trauma mit ausgeprägten Ängsten. Diese Menschen würden immer unfähiger, soziale Bezüge aufrecht zu erhalten, sagte Freyberger.

Das Land finanziert die ersten 5 bis 15 Sitzungen für die Betroffenen. Danach übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Nach Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen konnten rund 70 Prozent der Betroffenen nach fünf Sitzungen in einer Trauma-Ambulanz als gesund entlassen werden.

dpa

Das Interesse an Konfirmationen ist ungebrochen. Nach Schätzungen der Nordkirche werden auch in diesem Jahr wieder tausende Jungen und Mädchen in Schleswig-Holstein und Hamburg konfirmiert.

15.03.2013

Der Fraktionschef der rechtsextremen Partei im Schweriner Landtag wehrt sich in zweiter Instanz gegen eine Verurteilung wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener und Verleumdung.

15.03.2013

Im Prozess gegen einen Juristen, der laut Anklage fast 200 000 Euro zweckwidrig verwendet haben soll, wird das Urteil erwartet.

15.03.2013
Anzeige