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MV aktuell Ex-Fischereihafen Dranske für 244 000 Euro versteigert
Nachrichten MV aktuell Ex-Fischereihafen Dranske für 244 000 Euro versteigert
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00:00 11.03.2013
Der ehemalige Fischereihafen in Dranske auf der Insel R�gen kam f�r 244 000 Euro unter den Hammer. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Dranske

Am Sonnabend erhielt ein Ehepaar aus Hessen bei der Norddeutschen Grundstücksauktion in Rostock den Zuschlag für das rund 9600 Quadratmeter große Areal. Das Grundstück im Norden der Insel am Wieker Bodden — bebaut mit heruntergekommenen Baracken — war vom Bund für ein Mindestgebot von 38

500 Euro offeriert worden. Bereits vor der Auktion hatte es knapp 450 Anfragen für den ehemaligen Fischereihafen gegeben, der jedoch nur beschränkt genutzt werden kann.

„Wir hatten täglich Anfragen von Interessierten aus dem ganzen Bundesgebiet“, sagt Auktionator Kai Rocholl. 16 schriftliche Gebote lagen dem Versteigerungshaus vor. „Wir haben nur sechs Telefone während der Auktion. Viele Bieter mussten daher ihr Gebot schriftlich abgeben oder herkommen“, erklärt er. Für den ehemaligen Fischereihafen besteht kein Baurecht. Zu den künftigen Plänen wollte sich das hessische Ehepaar nicht äußern. „Mal sehen“, sagte die Ehefrau kurz und knapp auf OZ-Nachfrage. Mehr als zehn Bieter haben auf das interessanteste Objekt der Versteigerung geboten.

„Wir gingen davon aus, dass der Endpreis weit im sechsstelligen Bereich liegt. Ich habe nicht erwartet, dass ein sehr hohes schriftliches Gebot noch aus dem Saal getoppt werden kann“, sagte Auktionator Kai Rocholl und zeigte sich überrascht.

Der ehemalige Fischereihafen liegt nach Angaben des zuständigen Bauamtes im Amt Nord-Rügen im Außenbereich der Gemeinde. Der gültige Flächennutzungsplan sehe keine Nutzung vor, zudem gebe es keinen Bebauungsplan. Für die im Hafen stehenden Gebäude gibt es darüber hinaus keinen Bestandsschutz mehr. Der Umweltverband Nabu hätte es lieber gesehen, wenn der Hafen als Umwelt-Ausgleichsfläche für Bauprojekte genutzt worden wäre. So hatte etwa der Pipelinebauer Nord Stream über zwei Jahre lang nach einem Ausgleichsprojekt für den Bau der Ostseepipeline gesucht, nachdem die Renaturierung bei Peenemünde an der hohen Munitionsbelastung gescheitert war.

Insgesamt kamen auf der Auktion 41 Grundstücke und Immobilien im Wert von 2,48 Millionen Euro unter den Hammer. Keinen neuen Besitzer hat das ehemalige Hotel am Markt in Bad Sülze gefunden.

Der Startpreis lag bei 35 000 Euro. Außerdem fanden ein Wohnhaus mit Scheune in Völschow, ein Wohnhaus mit einer Windmühle in Friedland und ein Wohn- und Geschäftshaus in Sellin auf der Insel Rügen kein Interesse.

Die höchsten Preise erzielten ein Forsthaus in Zingst (518 000 Euro) und ein Wohngebiet mit Einfamilienhäusern in Barth (508 000 Euro). Die Bieter kamen nach Angaben des Auktionators aus dem Berliner Raum.

Hannes Ewert

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