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MV aktuell Ex-Siemens-Manager meldet Insolvenz an
Nachrichten MV aktuell Ex-Siemens-Manager meldet Insolvenz an
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03:58 03.09.2013
Wilhelm Schelskys Gaststätten sind insolvent. Quelle: ddp
Greifswald

Der ehemalige Siemens-Manager Wilhelm Schelsky hat für seine beiden Greifswalder Restaurants Insolvenz angemeldet. Nach OZ-Informationen stellte der 64-Jährige vergangene Woche den Antrag beim zuständigen Insolvenzgericht Stralsund. Das Gericht bestellte den Greifswalder Jörg Sievers zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Die Kredite für die Neueröffnung des Lokals „Zum Friedrich“ am Greifswalder Fischmarkt hätten für einen Liquiditätsengpass gesorgt. Das Restaurant in der Innenstadt wurde im Juni 2012 eröffnet. „Es wurden vorhandene Vermögenswerte in die Neueröffnung kalkuliert, die bislang nicht liquide gemacht werden konnten“, berichtet Sievers. Zwölf Mitarbeiter seien in beiden Betrieben angestellt. „Niemand muss entlassen werden, der Betrieb läuft in vollem Umfang weiter“, sagt Sievers. „Die bislang von mir gesichteten Zahlen lassen darauf schließen, dass beide Restaurants lebensfähig sind und laufen“, so der Insolvenzverwalter.

Deutschlandweit wurde Schelsky bekannt, als er im Februar 2007 in seiner Lubminer Villa verhaftet wurde. Der Vorwurf: Betrug, Steuerhinterziehung und Untreue in Millionenhöhe. 28 Monate verbrachte Schelsky in Untersuchungshaft. Die Verurteilung des Landgerichts Nürnberg zu einer mehrjährigen Haftstrafe hob der Bundesgerichtshof zum Teil auf. Schelsky kam Ende Mai 2009 wieder auf freien Fuß. Er kehrte nach Lubmin zurück und stieg in das Gastronomiegewerbe ein.

Derzeit prüft das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, ob sich das Urteil gegen Schelsky auf die angewendete Passage im Gesetzestext stützen darf — den Paragraphen 119 des Betriebsverfassungsgesetzes. Möglicherweise muss das Nürnberger Landgericht nach erfolgter Prüfung der Passage den Prozess gegen Schelsky neu aufrollen. Selbst ein Freispruch scheint dann nicht ausgeschlossen. Matthias Trenn

OZ

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