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MV aktuell Expertin: Gewässer sind in Gefahr
Nachrichten MV aktuell Expertin: Gewässer sind in Gefahr
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00:35 03.03.2016

. Die öffentlichen Wasserversorger haben vor einer steigenden Belastung des Grundwassers durch Rückstände aus der Landwirtschaft gewarnt. „Man kann genau feststellen, dass bis etwa zum Jahr 2005 die Belastung mit Nitraten und Phosphor sowie mit Herbiziden und Pestiziden zurückgegangen ist“, sagte die Geschäftsführerin der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft, Christa Hecht, bei einer Fachkonferenz gestern in Kühlungsborn. Seither sei zu erkennen, dass die Belastung wieder steigt.

Hintergrund dieser Zunahme sei die massive Agrarförderung und die wachsende Zahl von Biogasanlagen. Zudem sei die Produktion von Biomasse keine Lebensmittelproduktion. „Da wird ordentlich gedüngt“, sagte Hecht. Vielfach seien ortsfremde Agrarriesen tätig. „Bauern, die auf eigenem Acker wirtschaften, haben einen anderen Bezug.“ Der Grundwasserschutz sei eine der größten Herausforderungen für die Umweltpolitik, bestätigte Agrarminister Till Backhaus (SPD). Die Verschlechterung der Gewässerqualität durch Stickstoff- und Phosphoreinträge sei ein bundes weites Problem. Deshalb habe die EU-Kommission bereits 2013 ein Verfahren gegen Deutschland eingeleitet. Bei ausbleibenden Verbesserung würden nicht nur fatale Umweltfolgen drohen, sondern auch Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe, so Backhaus. Er verwies auf bereits erzielte Erfolge. So seien in MV zwischen 1978 bis 1990 im Schnitt 614 Tonnen Phosphor pro Jahr in die Ostsee eingeleitet worden, von 1995 bis 2009 lag der Wert bei 191 Tonnen. Da es zehn und mehr Jahre dauere, bis Stoffe ins Grundwasser dringen, sei die Auswirkung jetzt noch nicht abzusehen. „Wir befürchten jedoch, dass es in den nächsten fünf Jahren schlimmer wird“, so Hecht. Aber: Noch gebe es Brunnen mit unbelastetem Grundwasser und die Möglichkeit, Wasser zu mischen.

OZ

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