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MV aktuell Ferndiagnose per Satellit
Nachrichten MV aktuell Ferndiagnose per Satellit
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00:01 06.07.2016

Kranke Passagiere auf Aida-Kreuzfahrtschiffen können künftig dank einer neuen Kooperation der Reederei mit der Universitätsmedizin Rostock besser betreut werden. „Über eine Satellitenverbindung stehen die Bordärzte der elf Aida-Schiffe mit Radiologen der Uniklinik in Kontakt“, sagte Jens Tülsner, bei Aida Cruises für die medizinische Versorgung der Passagiere verantwortlich, gestern in Rostock. Die Aida-Schiffe sind weltweit unterwegs.

Die Bordmediziner könnten so etwa rund um die Uhr Röntgenbilder senden, Telefonkonferenzen einberufen und sich bei Diagnosen austauschen. Bisherigen Erfahrungen zufolge sei im Schnitt mit zwei Fällen pro Woche zu rechnen, bei denen die Rostocker Klinik miteinbezogen wird.

Die teleradiologische Kooperation mit Kreuzfahrtschiffen sei einzigartig in Deutschland. „Die probieren das auf dieser Ebene jetzt mit uns aus“, sagte der kaufmännische Vorstand der Uniklinik, Harald Jeguschke. Er hoffe nun auf die Erweiterung der Zusammenarbeit mit der Costa-Gruppe, zu der Aida Cruises mit Sitz in Rostock gehört. Auf Aida-Kreuzfahrtschiffen sind immer zwei Ärzte und mehrere Pfleger. Sie betreuen Passagiere, die im Mittel 49 bis 50 Jahre alt sind. „Die Altersstruktur reicht vom Kleinkind bis zum Hochbetagten“, erläuterte Tülsner. Das führe zu typischen Erkrankungen. Während Kinder meist mit Verletzungen in die Krankenstationen kommen, treten im höheren Alter häufiger internistische Erkrankungen wie Lungenerkrankungen auf. Bei anderen Erkrankungen wie akuten Bauchschmerzen würden die Bordärzte eher den Weg zu einer lokalen Klinik suchen.

Bordärzte könnten bis zu einem bestimmten Schwierigkeitsgrad die Diagnosen stellen und die Therapie einleiten, sagte der ärztliche Vorstand der Uniklinik, Christian Schmidt. „Ab einem bestimmten Level der Erkrankung holen sie sich in Rostock die Zweitmeinung und können dann therapieren.“ Dabei steht die gesamte eingespielte Apparat einer Universitätsklinik zur Verfügung.

Joachim Mangler

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