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MV aktuell Feuer in der Nacht: Sieben Mädchen aus Flammen gerettet
Nachrichten MV aktuell Feuer in der Nacht: Sieben Mädchen aus Flammen gerettet
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00:01 23.09.2016

Der Brand eines Ferienhauses im Van der Valk-Resort in Linstow (Landkreis Rostock) in der Nacht zu gestern hätte schlimm enden können: In dem Haus schliefen bei Ausbruch des Feuers sieben Jugendliche. Und rundherum um ihre Unterkunft standen weitere schilfgedeckte Gebäude. Das Feuer hat das 120 Quadratmeter große Ferienhaus zerstört. Die sieben Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren konnten sich rechtzeitig retten. Keine von ihnen wurde verletzt. Die Brandursache stand gestern noch nicht fest.

Eine der Schülerinnen ist jedoch Asthmatikerin und wurde vorsorglich von Rettungssanitätern betreut. Die Mädchen gehören zu einer Gruppe von einer Schule in Eschborn (Main-Taunus-Kreis) in Hessen, die mit mehreren Betreuern auf Klassenfahrt nach Mecklenburg-Vorpommern gereist waren. Die Eschborner Jugendlichen sollen gestern – wie sie es laut Polizei von vornherein geplant hatten – weitergereist sein.

Das Feuer war gestern Morgen gegen 2.25 Uhr entdeckt worden, erklärt ein Sprecher der Polizei in Rostock. Es war im Dachgeschoss ausgebrochen. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde bei einem Rundgang auf den Brand aufmerksam, erklärt Heike Gebauer, Sprecherin des Resorts gegenüber der OZ. Der Mann habe dann die Feuerwehr alarmiert und die Evakuierung eingeleitet. Zwei umliegende, ebenfalls mit Schilf gedeckte Häuser seien ebenfalls vorsorglich geräumt worden. Die betroffenen Schülerinnen aus den drei Häusern kamen vorübergehend im Haupthaus unter. Etwa 70 Feuerwehrleute von Wehren der Umgebung waren im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Sie konnten ein Übergreifen des Feuers auf andere Häuser verhindern. Bei dem Brand entstand ersten Schätzungen zufolge ein Sachschaden von etwa 300000 Euro.

Jedoch: Der Schaden für das Van-der-Valk-Resort, das zu den größten Ferienparks in Mecklenburg-Vorpommern gehört, hätte noch sehr viel höher ausfallen können. Der Ferienpark sei einem Großbrand nur knapp entgangen, sagt Sprecherin Heike Gebauer. In der Anlage stehen mehrere hundert solcher Schilfdachhäuser, die wegen der höheren Brandgefahr zum Teil bis zu 400 Quadratmeter große Rasengrundstücke und damit größere Abstände als sonst üblich haben. „Es war der erste Brand in 15 Jahren“, betont Heike Gebauer. „Besonders gut hat unser Sicherheitsdienst reagiert, der nachts Kontrolle läuft“, erläutert sie. „Wenn wir solche Klassenfahrten haben, wird der Wachdienst immer aufgestockt“, erklärt Sprecherin Gebauer. Den Ferienpark mit Hotel, Restaurants, Tagungsräumen und Erlebnisbad würden jährlich bis zu 3000 Schüler besuchen.

Als Brandursache könne ein technischer Defekt in dem Haus mit drei Bädern und drei Schlafräumen ausgeschlossen werden, heißt es vom Betreiber. Im Van der Valk- Resort werde vermutet, dass das Feuer fahrlässig verursacht worden sei. Allerdings bestehe in den Ferienhäusern eigentlich generell Rauchverbot. Es stehe der Verdacht im Raum, dass die Jugendlichen möglicherweise heimlich geraucht haben könnten.

Noch sei nichts erwiesen, erklärt dagegen die Polizei. Die Kriminalpolizei würde „in alle Richtungen“ ermitteln. So werde ein Gutachter den Brandort untersuchen.

Bernhard Schmidtbauer und Winfried Wagner

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