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MV aktuell Feuer nach Blitzeinschlägen
Nachrichten MV aktuell Feuer nach Blitzeinschlägen
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00:00 11.08.2018
In Sarmstorf bei Güstrow schlug ein Blitz in das Dach einer reetgedeckten Scheune ein und löste dort einen Brand aus. Quelle: Foto: Stefan Tretropp

Lübtheen. Die Unwetter in der Nacht zu Freitag haben in Mecklenburg-Vorpommern nach Behördenangaben kaum Schäden angerichtet und sogar beim Löschen geholfen.

Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg berichteten, gab es nur vereinzelt umgekippte Bäume oder abgebrochene Äste, weshalb Autofahrer weiter vorsichtig fahren sollten. Am Freitagmorgen waren aber keine Verkehrseinschränkungen auf Bundesstraßen bekannt.

Den größten Schaden mit rund 300 000 Euro richtete ein Blitzeinschlag in Wohsen bei Ribnitz-Damgarten (Kreis Vorpommern-Rügen) an. Der Blitz setzte den Dachstuhl eines mit Schilf gedeckten Doppelhauses in Brand. Die beiden 82 und 76 Jahre alten Eheleute konnten rechtzeitig ihre Haushälfte verlassen, die aber abbrannte. Die Eigentümer der anderen Haushälfte waren nicht zu Hause.

Einheiten aus acht Feuerwehren waren im Einsatz, insgesamt etwa 85 Kameraden aus Eixen, Bad Sülze, Hugoldsdorf, Lindholz, Tribsees, Marlow, Semlow und Schlemmin. Noch gestern Morgen löschten die Brandschützer letzte Glutnester. „Das Gebäude war nicht mehr zu retten. Wir konnten nur die umliegenden Häuser schützen“, berichtete Einsatzleiter Carsten Lubsch. Auch die benachbarten Häuser sind reetgedeckt.

Im Landkreis Rostock meldete die Leitstelle des Kreises zahlreiche Einsätze wegen umgestürzter Bäume oder umgeknickter Strom- und Telefonmasten. Verletzt wurde dabei niemand. In Sarmstorf brannte eine Scheune vermutlich durch Blitzeinschlag ab. Hier wurde der Schaden auf rund 150 000 Euro geschätzt.

Der Gewitterregen hatte aber auch gute Seiten. Der am Donnerstag ausgebrochene Waldbrand bei Lübtheen (Ludwigslust-Parchim) ist nach Angaben von Polizei und Feuerwehr durch den Guss von oben wieder unter Kontrolle. Auch die Explosionsgefahr in dem munitionsbelasteten Gebiet des früheren Truppenübungsplatzes, das ebenfalls Feuer gefangen hatte, sei gesunken. Die 136 Bewohner der nahe liegenden Dörfer Lübbendorf und Ramm, die wegen des Brandes am Vortag zeitweise vorsorglich ihre Häuser verlassen mussten, konnten nachts schon wieder zurück.

Auch der Brandherd in Dorf Gutow bei Grevesmühlen (Kreis Nordwestmecklenburg), wo bereits am Dienstag ein Feuer ausgebrochen war, ist nach dem Niederschlag unter Kontrolle. Dort muss aber weiter eine Brandwache am Ort bleiben. Fünf Strohmieten und drei Lagerhallen, in denen auch viele Reifen, Stroh und Heu lagerten, sowie Stallgebäude und ein Silo standen dort in Flammen. „Die Kameraden können dort nichts mehr unmittelbar löschen, wollen aber auch nicht zulassen, dass das Feuer noch mal größer ausbricht“, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Vor allem Landwirte und Gärtner freuten sich angesichts der Dürre über die seit Wochen erwartete Abkühlung und das dringend nötige Regenwasser. W. Wagner

OZ

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