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Feuerquallen-Alarm vor Warnemünde

Warnemünde Feuerquallen-Alarm vor Warnemünde

Nesseltiere trüben Badespaß. Dutzende Urlauber beklagen schmerzhafte Verbrennungen.

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Feuerquallen vermiesen Urlaubern den Badespaß in der Ostsee.

Warnemünde. Feuerquallen trüben das Badevergnügen in Warnemünde: Mehr als 30 Badegäste sind am Wochenende in schmerzhaften Kontakt mit der gelben Nesselqualle — umgangssprachlich Feuerqualle genannt — gekommen und wurden von Rettungsschwimmern des Deutschen Roten Kreuzes behandelt.

„Es sind zurzeit viele Feuerquallen vor Warnemünde im Wasser“, berichtet Anne Kluge, Rettungsschwimmerin am Hauptturm vor dem Hotel Neptun. Einheimische würden sich in der Regel sehr gut auskennen, wie man mit den Verbrennungen auf der Haut umgehen soll. „Doch viele Touristen, die am Strand das schöne Wetter genießen und in die Ostsee steigen, kommen sofort nach einer Berührung zu uns“, sagt die 30-Jährige.

Allein am Sonnabend meldeten sich 16 Badegäste beim Turm 3, am Sonntag kam noch ein knappes Dutzend Schwimmer dazu. Gegen die Verbrennungen hilft vor allem eines: Kühlen. „Am besten man nimmt das Salzwasser der Ostsee. Außerdem lindert Essigwasser bei starken Verbrennungen“, rät Kluge. Gefährlich werde es für den Menschen nur, wenn er allergisch auf Quallen reagiert, so die Expertin.

Ganztägig wird von den Türmen der Wasserwacht auf die Feuerquallen hingewiesen. Der teils anlandende Wind und die starke Meeresströmung seien zwei Gründe, warum die Tiere am Wochenende an den Strand gespült wurden. Meist erkennt man die Nesselqualle erst, wenn es zu spät ist. „Im knietiefen Wasser sind sie vermehrt anzutreffen und auf den ersten Blick kaum von einer ungefährlichen Ohrenqualle zu unterscheiden“, sagt Kluge. Es gibt zwei verschiedene Arten von Quallen, die hier in der Ostsee am häufigsten vorkommen: Die eine Art ist die durchschnittlich 35 Zentimeter große Ohrenqualle, die zweite die etwas größere, mit langen Tentakeln besetzte Feuerquallen.

Der Strandabschnitt Warnemünde, mit einer Länge von etwa fünf Kilometern, hat sieben Rettungsstationen. Bis zu 25 Rettungsschwimmer leisten hier täglich in der Saison vom 15. Mai bis 15. September ihren Dienst.

 

Marko Luptscho

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