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Digitale Helfer können Patienten das Leben leichter machen. Datensicherheit ist dabei oberstes Gebot.

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Jenny Kempka (34) vom ILWIA-Verbund stellte Therapie-Robbe „Fine“ vor – einen Roboter. Fotos (2): D. Lilienthal

Warnemünde Telemedizin und digitale Technik: Auf der Konferenz in Warnemünde-Hohe Düne wurden gestern konkrete Beispiele vorgestellt, mit denen die digitale Welt das Leben kranker Menschen einfacher und sicherer machen kann. „Die Technik bietet ungeahnte Möglichkeiten, um Patienten lange Wege und häufige Besuche in Kliniken zu ersparen. Auch Notsituationen können eher erkannt werden, so dass Ärzte schneller eingreifen können“, betonte Kongress-Präsident Prof. Marek Zygmunt. Wichtig sei aber, dabei die Datensouveränität nicht zu verletzen. Auch Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) machte deutlich, dass Patientendaten besonders geschützt werden müssen.

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Digitale Helfer können Patienten das Leben leichter machen. Datensicherheit ist dabei oberstes Gebot.

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Online-Sprechstunde

Die 12. Nationale Branchenkonferenz in Warnemünde wird heute fortgesetzt. Am Abschlusstag diskutieren die 600 Teilnehmer unter anderem über die Einführung der elektronischen Patientenakte und Erfahrungen mit Online-Sprechstunden.

In Matchmaking-Workshops treffen Startup-Firmen aus der Gesundheitswirtschaft auf erfolgreiche Unternehmen der Branche.

Sicherheit für Herzpatienten

Patienten mit Herzrhytmusstörungen, Bluthochdruck und Herzmuskelschwäche können von einer Initiative profitieren, die der Philips-Konzern und die Universitätsmedizin Rostock vorstellten.

Patienten werden mit Uhren ausgestattet, die Puls und Blutdruck messen. Eine Smartphone-App gibt Betroffenen ein Signal, wenn ihre Werte kritisch werden. In Notfällen schaltet sich ein Callcenter ein und warnt Risikopatienten. 2017 startet das Projekt, 1500 Patienten aus ganz MV können sich schon im ersten Jahr beteiligen, verspricht Peter Vullinghs, Chef von Royal Philips. „Ab Herbst können Patienten sich einschreiben“, so Unimediziner Prof. Christian Schmidt. Bewerbungen seien über die behandelnden Kardiologen möglich.

Musik hilft gegen Tinnitus

Lieblingsmusik hilft Tinnitus-Patienten, ihre Beschwerden zu senken – wenn sie lange genug durchhalten. „Wer ein Jahr täglich 90 Minuten über Kopfhörer seine Musik hört, nimmt den störenden Ton viel weniger wahr“, erläuterte Daniel Zander von der Hamburger Firma Sonormed. Patienten lassen beim Arzt ihre Tinnitus-Frequenz bestimmen und laden sich eine App herunter. Bisher bezahlen in MV nur die Techniker Krankenkasse und einige private Versicherungen die Therapie. Doch für 19 Euro pro Monat kann jeder sie nutzen.

Bewegung für Dialyse-Kranke

Stine Koball (16) und Dorothea Wolfram (17) beschäftigen sich in einem Projektkurs am Gymnasium Rostock-Reutershagen damit, ob Fitnessuhren Dialysepatienten zu mehr Bewegung motivieren können. Rostocks Uniklinikum ermöglicht ihnen den Kontakt zu 35 Patienten, die jeweils drei Tage eine Pulsuhr tragen, die auch die Treppen- und Schrittzahl aufzeichnet. So soll herausgefunden werden, welches Zeitfenster zwischen den Behandlungen am besten für Spaziergänge oder kleine Radtouren geeignet ist.

Kontaktlinsen messen Blutzucker

Von Kontaklinsen, die den Blutzucker bestimmen, berichtete Kay Oberbeck, Nordeuropa-Sprecher des Google-Konzerns. In den USA forscht der Internetdienstleister mit dem Biotechnologiekonzern Novartis an dieser Innovation. Bis zur Marktreife würde es allerdings noch einige Zeit dauern, meinte Oberbeck.

Berührung mit Roboter-Robbe

Das Greifswalder ILWIA-Netzwerk unterstützt Senioren in der Wohnung: Vergessen alte Menschen, den Herd abzuschalten, passiert dies nach vier Minuten automatisch. Signalisiert eine Matte im Bett, dass jemand nachts aufsteht, schaltet sich das Licht ein. Türkontakte leiten an ein Kontrollgerät weiter, wenn sich in der Wohnung morgens niemand bewegt. „In Notfällen informiert das Rechenzentrum den Pflegedienst“, sagt Projektleiter André Huysmann. Außerdem stellte das Netzwerk eine putzige Roboter-Robbe für den Kontakt mit Demenzkranken vor. Bei Berührung reagieren Sensoren: „Fine“ dreht den Kopf, klappert mit den Augen und quiekt vor Vergnügen. Das tue Demenzkranken gut.

Sprach-Navigator für Flüchtlinge

Bei der Überwindung von Sprachbarrieren bei der Behandlung ausländischer Patienten hilft die AOK Nordost. In Persisch, Arabisch, Englisch und Deutsch sorgt die Smartphone-App in Ärztpraxen bei der Verständigung ohne Dolmetscher. Einmal heruntergeladen, funktioniert die App auch ohne Internet.

Elke Ehlers

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