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Flixbus baut Angebot im Land aus, Bahn sperrt Strecken

Rostock Flixbus baut Angebot im Land aus, Bahn sperrt Strecken

Der Fernbusanbieter will sich mit neuen Verbindungen regionaler aufstellen. Zugreisende müssen wegen Bauarbeiten am Wochenende auf mehreren Linien mit Schienersatzverkehr Vorlieb nehmen.

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Seit vier Jahren fährt Flixbus Ziele in Mecklenburg-Vorpommern an. Der Fernbusanbieter will sich mit seinem aktuellen Sommerfahrplan noch regionaler aufstellen.

Quelle: Flexibus

Rostock. Der Eine macht mobil, der Andere Gleise dicht: Während Flixbus für Reisende neue Verbindungen in Mecklenburg-Vorpommern einrichtet, müssen Kunden der Deutschen Bahn (DB) ab morgen auf mehreren Strecken mit Schienenersatzverkehr Vorlieb nehmen. Grund sind Oberleitungsarbeiten am Bahnhof Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg).

Fernbusanbieter Flixbus nimmt derweil regional Fahrt auf: Das Unternehmen werde die Ostseeküste stärker vernetzen, kündigt Geschäftsführer André Schwämmlein an. „Mit dem Sommerfahrplan kommen nicht nur mehr Takte auf bereits bestehenden Linien, sondern auch viele neue Reiseziele.“ Davon profitiere MV. So bringe Flixbus Fahrgäste ab Rostock nun ohne Umsteigen nach Neubrandenburg und Pasewalk. Zweimal täglich fährt ein Bus ab Rostock ins polnische Stettin, vier statt bisher dreimal täglich rollt ein Fahrzeug der grünen Flotte von Rostock nach Greifswald. Von dort aus gehen ebenfalls neue Direktverbindungen nach Neubrandenburg, Pasewalk und Stettin. Ab Wismar können Reisende Greifswald und Stettin ansteuern. Damit steige das Flixbus-Angebot ab Rostock auf 45 Ziele, ab Greifswald sind es 26 und ab Wismar 17.

Hohe Fahrgastzahlen über Osterfeiertage

Der Fernbusanbieter hat über die Osterfeiertage so viele Reisende befördert wie noch nie in seiner Unternehmensgeschichte. In Greifswald sei das Fahrgastaufkommen 35 Prozent höher gewesen als Ostern 2016, teilt eine Sprecherin mit. In Wismar hätten sich die Kundenzahlen verdoppelt.

Flixbus profitiert womöglich auch von Behinderungen beim Konkurrenten, der Deutschen Bahn. Weil die ihr Schienennetz im Land generalüberholt, müssen Zugreisende sich in den kommenden Monaten auf Umwege und Verspätungen einstellen. Auf den Linien RE 1, RE 4, RB 17 und RB 18 geht Freitag ab 17 Uhr streckenweise sogar gar nichts mehr, zumindest nicht auf Schienen. Bis Montag 4 Uhr werden zahlreiche Züge durch Busse ersetzt. Damit einher gehen viele Fahrplanänderungen, die die DB online unter www.deutschebahn.com/bauinfos veröffentlicht hat. Betroffen sind unter anderem die Strecken Rostock-Schwerin-Hamburg und Wismar-Schwerin-Ludwigslust.

Womöglich steige der ein oder andere Kunde angesichts solcher Einschränkungen auf Flixbus um, räumt Bahnsprecher Burkhard Ahlert ein. „Aber unterm Strich kommen die Bauarbeiten unseren Fahrgästen zugute. Dadurch können wir ihnen eine eine gute Infrastruktur bieten.“ Die DB investiert dieses Jahr landesweit 145 Millionen Euro in Bahnhöfe, Gleise und Stellwerkstechnik.

Bahn investiert in Wlan im Nahverkehr

Ziel sei es unter anderem, die Zahl der Langsamfahrstrecken zu reduzieren, sagt Ahlert. Ausbaufähig sei das Wlan-Angebot. In ICE-Zügen haben seit Jahresbeginn Passagiere aller Wagenklassen gratis Zugang zum Internet. Im Nahverkehr gibt es hingegen große Lücken. „Wir arbeiten daran und wollen das Angebot weiter verbessern.“ Das gelinge aber nur dort, wo Mobilfunkbetreiber eine entsprechende Netzabdeckung vorhalten.

Flixbus kann bei Kunden bereits mit kostenlosem Wlan auf allen Strecken punkten. Der Fernbusanbieter ist am kommenden Dienstag übrigens seit genau vier Jahren in MV am Markt. Während er zu Beginn lediglich Rostock und Warnemünde mit Berlin verband, gibt es heute auch Haltestellen in Stralsund, auf Rügen und Usedom, in Zingst, Neubrandenburg, Greifswald und Schwerin. Aktuell bietet Flixbus in MV 89 Fahrten pro Tag an. Die DB lässt täglich rund 700 Fern-, Regional- und S-Bahnen durchs Land rollen und befördert in eigenen Angaben zufolge pro Jahr 17,14 Millionen Fahrgäste im Nah- und 1,16 Millionen im Fernverkehr.

OZ

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