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MV aktuell Flucht und Integration: Politikwissenschaftler diskutierten in Rostock
Nachrichten MV aktuell Flucht und Integration: Politikwissenschaftler diskutierten in Rostock
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00:01 17.05.2017

Politikwissenschaftler der Universität Rostock haben gestern über Migration und Integration in Zeiten zunehmender Fluchtbewegungen diskutiert. Auf der gemeinsamen Konferenz von Universität, Verein Diên Hông und Konrad-Adenauer-Stiftung blickten sechs Referenten auf Migration und ihre Folgen für Aufnahmeländer wie Frankreich, Großbritannien, Jordanien oder Russland. Auch Strategien zur erfolgreichen Integration wurden an der Rostocker Hochschule diskutiert.

Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des

Landesflüchtlingsrates

FOTO: B. WÜSTNECK/DPA

„Der Reiz liegt darin, dass die untersuchten Länder völlig verschieden sind“, sagte Jörn Dosch, Professor für Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit an der Uni Rostock. Nicht erst seit dem Brexit-Votum stelle sich beispielsweise in Großbritannien die Frage, ob und wie das Land in Zukunft noch eines der klassischen Einwanderungsländer sein will. In Russland gehe es dagegen kaum um Integration, sondern um den Umgang mit Arbeitsmigration, vor allem aus den postsowjetischen Republiken.

Einen scharfen Kontrast zur Lage in Europa bilde auch Jordanien, das am meisten syrische Flüchtlinge aufgenommen habe und sie unter völlig anderen Bedingungen versorgen müsse als die europäischen Staaten, machte Dosch deutlich. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR waren Ende 2015 weltweit mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht.

Neben Dosch hielten vier weitere derzeitige und ehemalige Wissenschaftler des Instituts für Politik- und Verwaltungswissenschaften sowie der Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Jordanien Fachvorträge.

Derweil lässt das Netzwerk

„Afghanistan – nicht sicher“ nicht locker im Bemühen um einen Abschiebestopp. Mit einer weiteren Demonstration wollen die Aktivisten am Sonnabend vor dem Innenministerium und der Staatskanzlei auf die Lage in Afghanistan aufmerksam machen. Die Vorsitzende des Landesflüchtlingsrates, Ulrike Seemann-Katz, erklärte, in Afghanistan gebe es häufige Anschläge. Die Rückkehr in das Land sei mit der Gefahr für Leib und Leben der Betroffenen verbunden. Laut Innenministerium sind derzeit rund 200 der knapp 1200 in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Afghanen ausreisepflichtig.

Hannes Stepputat / Iris Leithold

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