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Flugzeugabsturz vor Usedom: Dritte Leiche geborgen

Heringsdorf Flugzeugabsturz vor Usedom: Dritte Leiche geborgen

Einsatzkräfte haben weitere Teile der Maschine im Stettiner Haff gefunden / Unfallursache noch immer unklar

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Polizei-Einsatzkräfte und Taucher kehren nach Bergungsarbeiten im Boot in den Hafen von Kamminke auf Usedom zurück.

Quelle: Tilo Wallrodt/dpa

Heringsdorf. Nach dem Flugzeugabsturz südlich der Insel Usedom haben Taucher eine dritte Leiche im Stettiner Haff gefunden. Der Tote wurde geborgen und soll nun mit den beiden anderen Toten von Rechtsmedizinern untersucht und identifiziert werden, wie eine Polizeisprecherin gestern in Neubrandenburg sagte.

Es wird vermutet, dass es sich um die drei Insassen eines Kleinflugzeugs aus Michelstadt in Hessen handelt, das am Sonntag südlich von Heringsdorf (Landkreis Vorpommern-Greifswald) abgestürzt war.

Die Ursache des schrecklichen Unglücks ist bisher unklar. Sie soll von Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (Braunschweig) ermittelt werden. „Wir müssen unter anderem herausfinden: Was ist der Grund, dass das Flugzeug an Höhe verloren hat?“, sagte ein Sprecher der Bundesbehörde.

Teile des Flugzeugs – darunter Cockpitteile, der Rumpf, eine Sitzbank und das Heck – wurden in einem Gebiet von mehreren hundert Quadratmetern südlich der Ortschaft Neverow im Stettiner Haff entdeckt. Dieses Gebiet liegt etwa vier Kilometer südlich der Insel Usedom. Beobachter vermuten, dass die Maschine beim Aufprall auf das Wasser auseinanderbrach.

Die Maschine vom Typ TB 20 war mit zwei 61 und 52 Jahre alten Männern und der 51-jährigen Frau des jüngeren Mannes unterwegs. Sie waren am Freitag aus Hessen an die Ostsee geflogen und nach Polizeiangaben am Sonntagmorgen am Flughafen Heringsdorf zum Rückflug gestartet. Kurz danach brach jeder Kontakt ab. Die Insassen wollten zum Flugplatz in Michelstadt (Odenwaldkreis). Bei den Männern soll es sich um erfahrene Piloten gehandelt haben. Einer der Männer fliege mehr als sechs Jahre, der andere schon etwa 20 Jahre, hieß es. Der 61-jährige Bekannte des Paares kommt den Angaben zufolge aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg, das Paar aus dem Odenwaldkreis. Beide Männer waren Piloten des Michelstädter Luftsportvereins Aeroclub Odenwald. Der Flug an die Ostsee war ein Vereinsausflug.

Das französische Leichtflugzeug TB 20 wird auch als Schulungsflugzeug eingesetzt. Das Kleinflugzeug hat ein Einziehfahrwerk, wird von einem 250-PS-Motor mit Turboaufladung angetrieben und hat eine Reichweite von 1640 Kilometern. Das Stettiner Haff ist etwa 22 Kilometer lang, bis zu 52 Kilometer breit, im Schnitt nur vier Meter tief.

Winfríed Wagner

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