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MV aktuell Forscher: Dopingopfer sterben früher
Nachrichten MV aktuell Forscher: Dopingopfer sterben früher
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00:00 25.10.2017

. Leistungssportler, die in Kindheit und Jugend in der DDR massiv Doping- und Schmerzmittel bekamen, haben nach Worten des Greifswalder Medizinprofessors Harald Freyberger ein deutlich höheres Risiko für eine Reihe von Krankheiten. So sei das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um das Vier- bis Fünffache erhöht, sagte Freyberger gestern in Schwerin. Auch für Krebs und Magen-Darm- Erkrankungen sei das Risiko höher als in der Normalbevölkerung. Durch den enormen Leistungsdruck sowie Fälle von Misshandlung und Missbrauch gebe es zudem psychische Spätfolgen. Die Lebenserwartung von Opfern des DDR-Staatsdopings sei um 12 bis 15 Jahre reduziert.

In einem Forschungsprojekt untersucht der Trauma-Forscher Freyberger gemeinsam mit dem Schweriner Psychologen Jochen-Friedrich Buhrmann und der ehemaligen Spitzensportlerin Ines Geipel die Folgen des DDR-Staatsdopings. Ergebnisse des seit 2015 laufenden Projektes will er am Donnerstag bei einer Ärzte-Tagung in Schwerin vorstellen. Bei den 60 DDR-Leistungssportlern, die sich bisher von ihm begutachten ließen, habe er in allen Fällen Schädigungen festgestellt, sagte Freyberger. Auf Platz eins stünden Skelettschäden. Auf der psychischen Seite gebe es schwere Depressionen und Essstörungen.

Iris Leithold

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