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Frauenleiche: Rostocker beteuert Unschuld

Hamburg Frauenleiche: Rostocker beteuert Unschuld

51-Jähriger soll Lebensgefährtin erstochen haben / Prozessauftakt in Hamburg

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Das Haus in Hamburg, in dem die Leiche entdeckt wurde.

Quelle: dpa

Hamburg. . Ein 51-jähriger Mann soll seine Lebensgefährtin erstochen und danach in einem Koffer versteckt haben. Beim Prozessauftakt gestern vor dem Hamburger Landgericht bestritt der gebürtige Rostocker die Tat. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Er soll seiner Freundin (49) in der Nacht zum 9. Mai dieses Jahres in seiner Hamburger Wohnung eine zwölf Zentimeter lange Klinge ins Herz gestochen haben. Die Leiche wurde bei einer Wohnungsüberprüfung von der Polizei entdeckt. Zuvor hatte die Tochter des Opfers eine Vermisstenanzeige aufgegeben.

Der Angeklagte gab an, mit seiner Lebensgefährtin viel Alkohol getrunken zu haben. Abends sei er dann alleine ins Bett gegangen. „Am nächsten Morgen bin ich aufgestanden und habe sie im Esszimmer sitzen sehen. Ich habe gleich gemerkt, dass sie nicht mehr lebt“, schilderte er. Er habe die Leiche drei Tage auf dem Stuhl sitzen gelassen, bevor er sie schließlich in einem Koffer verstaut habe. „Ich habe mich völlig falsch verhalten. Ich hätte natürlich sofort die Polizei rufen müssen“, gab er an. Er sei nach dem Auffinden der Leiche überfordert gewesen und könne sich zudem kaum noch an Einzelheiten aus den folgenden Tagen erinnern. Die Vorsitzende Richterin zeigte sich skeptisch gegenüber den Aussagen des Angeklagten: Denn der Mann hatte Stunden vor dem Tod seiner Freundin seinen WhatsApp-Status in „This is the end“ geändert und ein gemeinsames Foto der beiden mit dem Plattencover der Band „Black Sabbath“ ersetzt.

Laut Gutachten eines Rechtsmediziners könnte sich die Frau die tödlichen Verletzungen auch selbst zugefügt haben. „Eine Gewalteinwirkung ist von vorne nahezu ausgeschlossen“, hieß es. Es habe keinerlei Kampfspuren am Opfer gegeben und ein wuchtiger Stoß hätte eine tiefere Verletzung zur Folge gehabt, sagte der Verteidiger. Die Getötete habe sich außerdem bereits in der Vergangenheit selbst verletzt. Am 9. November wird der Prozess fortgesetzt.

Wiebke Dördrechter

OZ

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