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MV aktuell Freispruch für Landtagskandidatin Larisch
Nachrichten MV aktuell Freispruch für Landtagskandidatin Larisch
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00:01 07.07.2016

. Die Linken-Landtagskandidatin Karen Larisch ist vor dem Amtsgericht Güstrow vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte ihr vorgeworfen, im Jahr 2013 in Vollmacht für ihren damals 26 Jahre alten Sohn eine Wohnung gemietet zu haben. Sie hätte dabei gewusst, dass dieser weder die Miete zahlen wollte noch dazu finanziell in der Lage gewesen sei. Der Freispruch erfolgte laut Mitteilung des Gerichts vom Mittwoch aus Mangel an Beweisen. „Es ließ sich nicht nachweisen, dass Frau Larisch den Mietvertrag unterschrieben habe“, heißt es.

Die Güstrower Stadtvertreterin Karen Larisch (Linke). Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Laut Anklage war dem privaten Vermieter ein Schaden von rund 6000 Euro entstanden. Die Unterschrift des Mieters in dem Mietvertrag ähnele der des mitangeklagten Sohnes, nicht aber der Unterschrift der Angeklagten, hieß es in der Begründung des Amtsgerichts.

Larisch zeigte sich nach dem Urteil zufrieden. „Es ist so, wie ich es immer gesagt habe. Ich habe den Vertrag nie unterschrieben“, sagte sie. Den Vertrag habe ihr Sohn unterschrieben. „Ich war dabei, wie man das als Mutter so tut.“ Mehr sei nicht gewesen, sie sei dafür nicht verantwortlich. Der Sohn Larischs war der Verhandlung gestern unentschuldigt fern geblieben, wie das Gericht mitteilte. Gegen ihn sei ein Strafbefehl in Höhe von 300 Euro erlassen worden.

Larisch ist in Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus vor allem für ihr Engagement für sozial Bedürftige und Asylbewerber bekannt. Sie erhielt mehrfach Auszeichnungen für ihre Zivilcourage in vielen Belangen des gesellschaftlichen Lebens. So sei die Leiterin des Familienzentrums „Villa Kunterbündnis“ in Güstrow seit Jahren gegen Rechtsextremismus aktiv, lobte die Jury erst jüngst. Sie kümmere sich um Langzeitarbeitslose, Migranten und sozial schwache Familien. Larisch sei auch Sprecherin des Demokratiebündnisses und des Friedensnetzwerkes Güstrow. Ihr Einsatz gilt auch und besonders der ehrenamtlichen Flüchtlingsunterstützung. Die Leiterin des Familienzentrums sitzt für die Linken in der Stadtvertretung der 30000-Einwohner-Stadt.

Das Haus des Integrationsprojekts „Villa Kunterbündnis“ wurde in der Vergangenheit mehrfach von Unbekannten attackiert – zuletzt Ende Februar 2016. Die Polizei ging damals davon aus, dass die Täter aus dem rechtsextremistischen Umfeld stammten. Joachim Mangler

OZ

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