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MV aktuell Fremde Augenhornhaut rettet Frau vor Erblindung
Nachrichten MV aktuell Fremde Augenhornhaut rettet Frau vor Erblindung
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12:42 07.05.2016
Christel Urban wird von Dr. Petra Schröder untersucht. Quelle: O. Arscholl

Kontrolltermine bei der Augenärztin sind Routine für Christel Urban. Sie ist eine besondere Patientin: Schon viermal wurde der 76-Jährigen eine Augenhornhaut transplantiert. Das letzte Mal 2012. „Ohne diese Gewebespenden wäre ich längst erblindet“, sagt die Rostockerin. Bei dem Eingriff wird die getrübte Hornhaut durch eine klare Spenderhornhaut ersetzt.

Etwa 8000 Mal geschieht dies jährlich in Deutschland. „Dafür werden noch rund 1000 Transplantate aus dem Ausland eingeführt“, sagt Dr. Frank-Peter Nitschke, Chef der Rostocker Gewebebank (GBM-V).

Drei Monate wartet ein Patient im Schnitt auf eine Spenderhornhaut. Der Bedarf sei hoch, werde mit der Alterung der Gesellschaft auf etwa 12000 Hornhauttransplantationen im Jahr steigen, prognostiziert er. Zusammen mit dem Rostocker Mediziner Dr. Axel Manecke hat Nitschke ab 2003 die Gewebespende in MV aufgebaut. Dabei wurde beiden klar: „Der Bedarf kann nicht gedeckt werden.“ Das motivierte die Transplantationsärzte 2015, die Gesellschaft für Transplantationsmedizin (GTM-V) und die Gewebebank, derer es bundesweit 25 gibt, ins Leben zu rufen. „Die Spenden haben mir ein erfülltes Leben ermöglicht, dafür bin ich unendlich dankbar“, sagt Christel Urban, die bis 1994 als Lehrerin tätig war. Ihre Geschichte von vier Hornhautübertragungen seit 1966 habe in der Familie dazu geführt: „Fast alle haben einen Spenderausweis.“Informationen: www.gtm-v.de

Von Doris Kesselring

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