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Fusion der Theater im Westen von MV besiegelt

Schwerin Fusion der Theater im Westen von MV besiegelt

Zumindest in Westmecklenburg kommt die Theaterreform voran. Die Fusion der Theater in Schwerin und Parchim und der Einstieg des Landes als Mehrheitsgesellschafter ...

Schwerin. Zumindest in Westmecklenburg kommt die Theaterreform voran. Die Fusion der Theater in Schwerin und Parchim und der Einstieg des Landes als Mehrheitsgesellschafter in die neue Gesellschaft wurden gestern perfekt gemacht. Bei einem Notar in Rostock wurde das umfangreiche Vertragswerk unterzeichnet, wie eine Sprecherin des Kultusministeriums sagte. Am Nachmittag wurde die Vereinigung der Spielstätten mit einem Festakt in Schwerin gefeiert. Die Fusion zum Mecklenburgischen Staatstheater soll zum 1. August vollzogen werden.

 

OZ-Bild

Zwei Bühnen fusionierten: das Mecklenburgische Staatstheater in Schwerin (oben das Haupthaus) und das Theater in Parchim (unten).

Quelle: Jens Büttner/zb

Es ist der erste Zusammenschluss zweier Bühnen im Land im Zuge der aktuell diskutierten Theaterreform. In Schwerin sollen künftig die Sparten Musiktheater, Konzert, Schauspiel und Ballett angesiedelt sein, in Parchim das Kinder- und Jugendtheater mit Puppentheater sowie die niederdeutsche Fritz-Reuter-Bühne. In Parchim ist ein Theater-Neubau geplant.

Der Einstieg des Landes als Mehrheitsgesellschafter soll die finanzielle Zukunft des neuen „Mecklenburgischen Staatstheaters“ sichern. Das Land übernimmt 74,9 Prozent der Anteile, je zehn Prozent tragen die Stadt Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Stadt Parchim ist mit 5,1 Prozent beteiligt. Der Fusion sind jahrelange Gespräche und Verhandlungen vorausgegangen.

Auch im Osten Mecklenburg-Vorpommerns sollen nach dem Willen des Schweriner Kultusministeriums die Theater fusionieren. So sollen das Theater Vorpommern (Greifswald/Stralsund) und die Theater-Orchester GmbH (Neubrandenburg/Neustrelitz) 2018 zum „Staatstheater Nordost“ verschmelzen. Etwa 60 der 480 Mitarbeiter sollen gehen. Dirk Löschner, Intendant in Greifswald/Stralsund, hatte im Juni gesagt, eine Fusion sei „die einzige Variante, wenn Politik nicht mehr Geld ins System geben will“. Beiden Theatern ist aber ebenfalls eine Landesbeteiligung in Aussicht gestellt worden.

OZ

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