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G8 in Binz: CDU jubelt — Linke wittert Wahlkampfhilfe

Schwerin G8 in Binz: CDU jubelt — Linke wittert Wahlkampfhilfe

Nach 2007 könnte MV 2015 erneut das Gipfeltreffen der mächtigsten Regierungschefs austragen. Die Opposition warnt vor Risiken.

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Innenexperte Peter Ritter (Linke)

Quelle: CORNELIUS KETTLER

Schwerin. Die Nachricht über einen G8-Gipfel 2015 in Binz auf Rügen und einen Besuch von US-

Präsident Barack Obama in Mecklenburg-Vorpommern ist auf ein geteiltes Echo gestoßen. Die Linke spricht von Wahlwerbung für die Kanzlerin. „Dahinter steht die Botschaft: Guckt mal, welch‘

wichtige Führungspersönlichkeiten Angela Merkel ins Land holt. Sie sollte sich lieber um die Lösung der Probleme in Deutschland und Europa kümmern“, kritisierte Peter Ritter, Innen-Experte der Linksfraktion im Schweriner Landtag.

Laut Ritter hatte schon das Gipfeltreffen der acht mächtigsten Regierungs- und Staatschefs der Welt 2007 in Heiligendamm (Kreis Rostock) gezeigt, dass dem Land zwar hohe Kosten, aber kaum Vorteile entstehen. „Millionen für einen gigantischen Polizeieinsatz blieben beim Land hängen. Das Grandhotel als Tagungsort versprach sich nach dem Gipfel mehr internationale Gäste. Doch was kam, war die Insolvenz“, so Ritter.

Wie die OZ gestern berichtete, gilt Binz als Favorit für den nächsten Weltgipfel in Deutschland, der alle acht Jahre die führenden Staatschefs der Industrienationen empfängt. „Binz ist in der engeren Wahl und hat gute Chancen“, hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) erklärt und damit Spekulationen erstmals eine konkrete Basis gegeben. So habe eine Delegation des Auswärtigen Amtes die Möglichkeiten im renommierten Badeort an der Ostküste Rügens bereits sondiert.

Bei einem möglichen Obama-Besuch Mitte Juni in Berlin könnte auch ein Abstecher nach MV geplant sein, in die „politische Heimat der Kanzlerin“. Merkel hatte Obama-

Vorgänger George W. Bush ein Jahr vor dem Gipfel von 2007 in MV begrüßt und bei einem Grillfest in Trinwillershagen bewirtet.

Nach Überzeugung des CDU-

Landtagsabgeordneten Wolf-Dieter Ringguth wäre ein Gipfel auf Rügen eine „super Werbung für das ganze Land“. „Der G8-Gipfel in Heiligendamm hat unser Bundesland als Wirtschafts- und Tourismusstandort weltweit bekanntgemacht. Es wäre gut, wenn es tatsächlich eine Wiederholung eines solchen Treffens in unserem Bundesland geben würde“, erklärte Ringguth. 5000 Journalisten würden Menschen in der ganzen Welt auf MV aufmerksam machen. „Diese Chancen gilt es zu ergreifen.“

Ritter hielt dem entgegen, dass von den 2007 vorausgesagten „nachhaltigen touristischen Effekten“ durch G8 kaum etwas Realität geworden sei. „Zumindest gibt es ausreichend Strandkörbe auf der Insel“, fügte Ritter unter Anspielung auf die legendären Strandkorb-Fotos mit Merkel, Bush und Putin vor Heiligendamm hinzu.

OZ

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