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GEW ruft Lehrer aus 170 Schulen zum Streik

Schwerin/Wismar GEW ruft Lehrer aus 170 Schulen zum Streik

Mit Arbeitsniederlegungen von Lehrern an 170 staatlichen Schulen in Schwerin, Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg hat die Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst Mecklenburg-Vorpommern erreicht.

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Streikende Lehrer bei der Kundgebung vor der Schweriner Staatskanzlei.

Quelle: Jens Büttner

Schwerin. Knapp 2000 Lehrer demonstrierten am Montag mit Fahnen und Transparenten in der Nähe des Landtags und der Staatskanzlei in Schwerin für bessere Arbeitsbedingungen.

180 Lehrer aus Wismar und der näheren Umgebung fuhren mit drei Bussen zur Streikveranstaltung nach Schwerin. In den meisten Schulen fiel der Unterricht vollständig aus. In der Goethe-Gesamtschule erschien kein einziger Schüler, in der Tarnow-Grundschule fanden sich 21 Jungen und Mädchen ein, die sich den Tag mit Spielen und einem Film vertrieben. In der Regionalschule in Kirchdorf auf Poel hingegen nahmen nur vier der 18 Lehrer am Streik teil, sodass es kaum Beeinträchtigungen im Tagesablauf gab.

„Lehrer dürfen nicht schlechter bezahlt werden als andere Akademiker im öffentlichen Dienst“, forderte Ilse Schaad vom Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Bundesweit habe sich in den laufenden Tarifverhandlungen bislang nichts getan. Lehrer müssten endlich nach Verantwortung, Beanspruchung und Qualifikation bezahlt werden, verlangte Schaad.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 12 000 Lehrkräfte an den 650 staatlichen Schulen im Land unter anderem eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent und eine Gehaltseingruppierung nach Qualifikation.Da es in Mecklenburg-Vorpommern ausschließlich angestellte und keine verbeamteten Lehrer gibt, können alle Beschäftigten die Arbeit niederlegen.

Arbeitskampf dauert die ganze Woche an

Am Dienstag sind dann die Lehrer des Schulamtes Neubrandenburg zum Streik aufgerufen.

Am Mittwoch folgt der Amtsbezirk Greifswald. Dort ist eine Demonstration mit anschließender Kundgebung auf dem Nexö-Platz, in Sichtweite des Staatlichen Schulamtes, geplant.

In der Region Rostock soll schließlich am Donnerstag gestreikt werden. Aus dem Umland der Hansestadt haben sich laut GEW bisher 25 Schulen gemeldet, die den Busservice der Gewerkschaft nutzen wollen. 142 Schulen liegen im Schulamtsbereich Rostock. 32 davon laufen unter freier Trägerschaft und beteiligen sich nicht an den Streiks.

Betreuung der Schüler ist gesichert

In allen Fällen ist nach Angaben von Gewerkschaft und Schulen eine Betreuung der Kinder gesichert, die nicht zu Hause bleiben können. Die Eltern würde in der Regel rechtzeitig informiert, ob der Unterricht stattfinde.

Lesen Sie mehr zum Thema in der Dienstagsausgabe der OSTSEE-ZEITUNG.

OZ

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Schwerin/Rostock
GEW-Gewerkschaf- terin Annett Lindner

Jetzt machen die Lehrer ernst: Zum Auftakt einer Streikwelle legten gestern rund 1500 Pädagogen aus Westmecklenburg die Arbeit nieder.Schulen fiel der Unterricht teilweise komplett aus, teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit.

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